Die Fliesenleger freuen sich über eine positive wirtschaftliche Entwicklung der Branche. Dennoch macht besonders die vor zehn Jahren abgeschaffte Meisterpflicht zu schaffen. Auch wenn bereits 80 Prozent der Aufträge über Empfehlung kommen, wo es alleine um Qualität geht, so überwiegt meist doch der Preis. Freiwillige Aus- und Weiterbildung ist daher unerlässlich, wie die Teilnehmer des Branchentalks auf dem Gipfeltreffen bestätigen.
Die Handwerksbranche der Fliesenleger ist sich einig, dass die wirtschaftliche Situation der Bauwirtschaft und insbesondere der Fliesenleger trotz der politischen Konstellation recht positiv einzuschätzen ist. Auf dem Gipfeltreffen 2014 des Fachverbandes Fliesen und Naturstein im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes fanden sich Vertreter aus Handwerk und Industrie in Mainz zum Branchentalk zusammen und sprachen über die weiteren Aussichten der Branche.
„Jeder Unternehmer ist zu seinem eigenen Schmied für den Erfolg geworden und muss sich so aufstellen, dass es funktioniert. Aber es funktioniert, wenn vor allem die Qualität der ausgeführten Fliesenarbeiten und der Service stimmt“, erläutert Karl-Hans Körner, Vorsitzender des Fachverbands Fliesen und Naturstein. Denn der Preis spiele zwar noch eine bedeutende Rolle, doch schon jetzt kommen 80 Prozent der Aufträge über Empfehlungen, bei denen zuvor die Qualität überzeugt habe.
Doch gerade aufgrund der abgeschafften Meisterpflicht wird nicht immer qualitativ hochwertige Arbeit geleistet. „Wir sind leider zum besten Negativbeispiel geworden. Wir sind von der Politik verkauft worden, müssen aber nun damit klar kommen“, wertet Körner und verweist auf das freiwillige Qualifizierungsprogramm des Fachverbands. Auch die Industrie begrüßt die Einführung von „Zert-Fliese“. „Freiwillige Aus- und Weiterbildung ist der richtige Weg“, bestätigt Dr. Uwe Gruber, Gschäftsführer der Mapei GmbH. Auch Thomas Schäfer, Verkaufsleiter Süd der Sopro Bauchemie GmbH bringt es auf den Punkt: „Verleger und Zulieferer sind durch die Herausforderungen für das Handwerk stärker zusammengewachsen. Wir sitzen im selben Boot und stellen uns gemeinsam den Herausforderungen!“

















