Nach wie vor ist der Anteil an Frauen im Handwerk zu gering. Daher ist Mara Pischl ein wahres Vorbild. Sie zeigt, wie Frauen erfolgreich in der Branche sein können. Mit ihrer großen Leidenschaft macht sie aus alten Immobilien Traumobjekte und ist eine Inspiration für kommende Generationen. Leider werden Frauen auf den Baustellen immer noch unterschätzt. Durch Frauenpower kann das Handwerk jedoch bunter gestaltet werden.
Der Frauenanteil im Handwerk ist noch immer sehr niedrig. Im Handwerk lag der Anteil weiblicher Auszubildenden bei 14,1 Prozent im Jahr 2021. Besonders in gewerblich-technischen Berufen gibt es eher selten weibliche Fachkräfte. Doch es geht auch anders: Mara Pischl ist gelernte Bauschreinerin und arbeitet damit in einem eher Männer-dominierten Gewerk. Ihre Ansätze sind innovativ und mit ihrer Leidenschaft zum Handwerk verwandelt sie jede Immobilie in ein Traumobjekt. Zusätzlich inspiriert sie mit ihrer Frauenpower als Markenbotschafterin für Carhartt die nächste Generation von Handwerkerinnen. Dabei gibt sie jungen Menschen, die den Schritt ins Handwerk wagen, wertvolle Einblicke. „Schon als Kind wusste ich, dass ein ‘0815-Job’ nichts für mich ist“, antwortet Pischl auf die Frage, wie sie zu ihrem Beruf gekommen sei. „Mein Vater und mein Opa waren beide Schreiner und ich habe ihnen schon früh über die Schulter geschaut. Das Handwerk wurde mir sozusagen in die Wiege gelegt.“
Mit kleinen Schritten als Bauschreinerin Großes bewirken
Als Bauschreinerin befasst sie sich hauptsächlich mit der Sanierung von Immobilien. Es fasziniert sie, wie mit kleinen Arbeitsschritten große Veränderungen erreicht werden. Gleichzeitig ist sie jedes Mal begeistert, wenn sie das Ergebnis ihrer Arbeit vor sich sieht. Eine der wichtigsten Techniken ist für sie die Hebeltechnik. Brecheisen und Schraubenzieher leisten ihr dabei wertvolle Hilfe. Das ist besonders dann von Vorteil, wenn sie alleine auf der Baustelle arbeitet. Mit ihrem Auftreten will sie als Markenbotschafterin für Carhartt ein Vorbild für Männer und Frauen sein. Denn gute Arbeitskleidung ist für sie die halbe Miete. Sie muss bequem und langlebig sein. Im Winter soll sie durch helle Farben gesehen werden und im Sommer braucht sie in ihren kurzen Hosen genug Taschen für das Werkzeug.
Frauenpower – Die großen Herausforderungen für die Frauen in der Branche
Aber noch immer sind Frauen in der Baubranche unterrepräsentiert. Besonders ältere Kunden stauen, wenn plötzlich eine Frau ihr Rollo repariert und nicht ein typischer Handwerker. Das sei einerseits zwar schade. Doch spätestens dann, wenn sie ihnen ihre Handgriffe erklärt und ein wenig Smalltalk gehalten hat, tauen die Kunden schnell auf. Beim nächsten Auftrag fragen sie dann nur noch nach der Handwerkerin. Auch das ist Frauenpower. Pischl rät den Frauen, sich einfach zu trauen. Sie wirbt auch auf Workshops für mehr Frauenpower im Handwerk. Dabei zeigt sie den Frauen, wie man die Maschinen bedient und auch eigene Ideen verwirklicht. Sie informiert die Interessentinnen auch, wie sie mit einem Meistertitel in die Selbstständigkeit starten können. Abschließend betont sie, dass Frauen nicht nur für ihr Feingefühl und die ruhige Art bekannt seien, sondern auch für ihr Frauenpower. Denn diese Eigenschaft sorgt auch für ein angenehmes Arbeitsklima und eine ausgelassene Stimmung.

















