Innovationsausgaben im Bauhandwerk halbiert

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Foto: Roland Riethmüller

Auch im Bauhandwerk hat der Fortschritt Einzug gehalten. Doch viele Betriebe setzen auf die bewährte Technik und verpassen damit die entstehenden Chancen. So hat sich der Anteil der kleinen und mittelgroßen Unternehmen an den Innovationsausgaben in Deutschland fast halbiert. Mit den entsprechenden Förderinstrumenten wird versucht, die Innovationskraft im Bauhandwerk zu stärken.

Wie eine aktuelle Studie des Volkswirtschaftlichen Instituts für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen (ifh) in Zusammenarbeit mit der KfW Research belegt, sind die Ausgaben für Innovationen im Bauhandwerk deutlich zurückgegangen. Besonders in kleineren Unternehmen spielt Forschung und Entwicklung (FuE) heute fast überhaupt keine Rolle mehr. Auch insgesamt ist der Anteil der kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) an den Innovationsausgaben in Deutschland in den letzten knapp 20 Jahren um fast die Hälfte gesunken. Demnach reduzierte sich der Anteil von 1995 bis 2013 deutlich von 42 auf 24 Prozent.

Finanzierung bremst Innovationsausgaben

Als wichtigsten Grund für die gebremsten Innovationsausgaben sehen die Forscher vor allem die Finanzierungsbeschränkungen für KMUs. Doch auch organisatorisch-personelle Defizite und regulatorisch-administrative Belastungen behindern Innovationen im Bauhandwerk. Eine breite KMU-Innovationsförderung ist daher notwendig, um die Innovationsbereitschaft zu fördern.

Bauhandwerk kann sich technologischen Veränderung nicht schnell genug anpassen

Doch es liegt nicht alleine am Geld, dass die Innovationsausgaben so drastisch zurück gegangen sind. Die Autoren der Studie sehen bei handwerklichen KMUs auch Schwierigkeiten, sich technologischen Veränderungen schnell genug anzupassen. So gebe es im Handwerk spezielle Lern- und Wissensbedingungen, die bestimmte organisatorisch-personlelle Innovationshemmnisse wahrscheinlich machen. Folglich kann die Innovationskraft im Bauhandwerk nur durch einen richtungsweisenden Einsatz der Förderinstrumente gestärkt werden. Dazu gehören die überbetrieblichen Berufsbildungsstätten, ebenso wie die Kompetenzzentren der Handwerksorganisationen und die Innovations- und Technologieberatung bei den Handwerkskammern.

Weitere Infomationen:
Digitalisierung am Bau

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