Ländlicher Wohnraum immer noch sehr beliebt

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Foto: Christoph Konitzer / pixelio.de

Zwar gilt das 21. Jahrhundert als urbanes Jahrhundert, doch hat das Landleben nur wenig an Attraktivität eingebüßt. Eine bundesweite Studie belegt jetzt sogar, dass fast die Hälfte der Deutschen den ländlichen Wohnraum als bevorzugte Wohngegend wählen würden. Lediglich die schlechte Infrastruktur und Versorgung sind auf dem Land Probleme, die in den Griff bekommen werden müssen.

Entgegen dem allgemeinen Trend zum verstärkten Umzug von Menschen in Großstädte und Ballungsgebiete, besteht immer noch ein großer Wunsch für das Leben auf dem Land. Das ergab eine repräsentative Bevölkerungsumfrage unter 1.200 Bürgern ab 18 Jahren von dem Berliner Meinungsforschungsinstitut Ipsos Public Affairs im Auftrag der Bundesstiftung Baukultur.

45 Prozent würden lieber auf dem Land leben

Unabhängig von finanziellen oder sonstigen Rahmenbedingungen geben 45 Prozent der Befragten an, lieber auf dem Land als in der Stadt wohnen zu wollen. Ein Drittel bevorzugt Klein- oder Mittelstädte und nur 21 Prozent würde sich für die Großstadt entscheiden.

Wer schon auf dem Land lebt, möchte kaum in die Großstadt

Vor allem die über 30-Jährigen schätzen das Landleben. Diese Attraktivität spielt für 79 Prozent der Befragten eine tragende Rolle, die bereits auf dem Land leben und für 56 Prozent, wenn Sie ein Eigenheim besitzen. “Die viel zitierte Meinung, dass die Menschen unbedingt in großen Städten wohnen wollen, können wir mit unserer Umfrage nicht bestätigen”, erläutert Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundestiftung Baukultur. “Die Gleichzeitigkeit ungleicher Entwicklungen, das heißt stark wachsende Ballungsräume und gleichzeitig schrumpfende Städte, Gemeinden und Dörfer, sind die Herausforderung für die Aktivitäten des Planens und Bauens in den kommenden Jahren.”

Die mangelnde Versorgung spricht gegen das Landleben

Dabei scheint die Versorgung das größte Problem für das Landleben zu sein. 30 Prozent der Befragten bemängelt die Abwanderung von Wirtschaft, Industrie und Einzelhandel aus den ländlichen Gebieten. Auch die schlechte oder mangelhafte Infrastruktur mit wenig oder keinen Kitas, Schulen oder Einkaufsmöglichkeiten, wirkt sich für 25 Prozent auf die Attraktivität der ländlichen Gemeinden aus.

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