Einbrüche und Diebstähle auf Baustellen in ostdeutschen Grenzregionen beschäftigten die Polizei und vor allem das betroffene Handwerk. Doch trotz mehrfacher Appelle des Handwerks, die Sicherheit zu erhöhen, wurde von der Politik nicht reagiert. Nun endlich wurde gehandelt und ein spezielles Sicherheitskonzept für das Handwerk vorgestellt. In Zeiten knapper Haushalte setzt man vor allem auf Prävention.
Nachdem im vergangenen Jahr ein deutlicher Anstieg der Kriminalität in den Ostdeutschen Grenzgebieten registriert wurde, muss das Handwerk die Schäden auf den Baustellen tragen und fordert immer vehementer eine Lösung. Besonders die Delikte Einbruch und Diebstahl häuften sich und bedrohen das Handwerk. Meist betraf es Baustellen, so dass vor allem das Bauhandwerk darunter litt. Doch bisher blieb es bei den Forderungen.
Nun kann endlich auch ein Erfolg vermeldet werden: Denn Anfang Februar gab der Landespolizeipräsident Sachsen, Rainer Kann, zusammen mit dem Präsidenten des LKA Sachsen, Dr. Jörg Michaelis, und dem Präsidenten der Handwerkskammer Dresden, Dr. Jörg Dittrich, ein gemeinsames Konzept zur Verbesserung des Diebstahlschutz im Handwerk bekannt. „Es ist Zeit, nicht mehr nur mit dem Finger auf andere zu zeigen, sondern gemeinsam anzupacken“, so Dittrich. „Gemeinsam mit dem Handwerk Risiken zu erkennen und Schaden zu verhindern, ist unsere vornehmste Aufgabe“, ergänzt Kann.
Das Präventionsangebot „Sicheres Handwerk“ besteht aus einer Selbsteinschätzung der Betriebe zu sicherheitsrelevanten Bereichen individuell für das Handwerk. Über einen speziellen Fragebogen können Defizite ermittelt und mit Hilfe des umfangreichen Informationspakets Gegenmaßnahmen ergriffen werden. So können Sicherheitslücken im Betrieb schnell erkannt und geschlossen werden. „Das vorliegende Angebot soll die Betriebe dazu anregen eigenständig Sicherheitsprobleme zu erkennen und im Bedarfsfall schnell auf geeignete Handlungsanleitungen zugreifen zu können“, betont Michaelis.
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