Der Freistaat Sachsen kann sich über satte 1,5 Milliarden Euro mehr verfügbarem Haushaltsgeld freuen, als man eigentlich eingeplant hatte für das aktuelle Jahr. Daher fordert die Handwerkskammer Dresden, dass diese Steuereinnahmen sinnvoll verwendet werden sollten. Hierbei denkt man an Bildung, Fachkräfteausbildung und Förderung von kleinen Betrieben. Die Investition in diese Zukunftsfelder schafft die Basis für Beschäftigungszuwachs, Ausbildung von qualifizierten Fachkräften und damit nicht zuletzt auch für eine stabile Wirtschaft.
Trotz der an sich guten Nachricht über zu hohe Steuereinnahmen in Sachsen und einem damit verbunden Plus von 1,5 Milliarden Euro gibt es kritische Stimmen, wenn es um die Nutzung der Haushaltsgelder geht. Die Handwerkskammer Dresden mahnt, dass die finanziellen Mittel unbedingt für den Bereich Bildung und Förderung von Beschäftigten sowie Betrieben eingesetzt werden sollten. Bereits im April 2009 wurde auf dem Leipziger Zunkunftskongress über Zukunftsfragen diskutiert. Damals waren es Entscheider aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung. Es entstand das Strategiepapier »Sachsen 2020 – Wegweiser für unseren Freistaat« von Ministerpräsident Tillich. Es beinhaltete strategische Ziele und Herausforderungen für Sachsens Zukunft. Unter anderem auf dieses Papier beruft sich auch die Handwerkskammer Dresden bei ihrer Forderung. Claus Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, sagt: „Das Bildungspaket Sachsen 2020 ist ein erster Schritt, aber die berufliche Bildung wird dabei sträflich vernachlässigt. Wir müssen mehr Berufsschullehrer einstellen, um die Qualität der dualen Ausbildung zu sichern.“
Man macht auch noch mal deutlich, dass besonders die Schulabgänger intensiv betreut und gefördert werden müssen, die nicht ausreichend qualifiziert für das Berufsleben sind. Denn jugendliche Nachwuchskräfte gibt es genug, die nur eben nicht immer im benötigten Maße geeignet sind. Auch die Ausbildung der Ausbilder in den Betrieben muss kontinuierlich vorangetrieben werden. Schließlich sind sie diejenigen, die ihr Wissen kompetent weitergeben sollen. „Wer Schülern mit schlechten Chancen auf dem Arbeitsmarkt hilft, entlastet mittelfristig die Sozialkassen. Wir haben hier in der Region genug Fachkräfte, wir müssen sie aber fördern.“
Neben der Förderung von Beschäftigten, ist aber auch die von kleinen Betrieben und Kleinstbetrieben eine wichtige Voraussetzung. Hierzu gab es bis zum Jahr 2010 bereits ein Förderprogramm, welches dann aber auslief, obwohl es durchaus erfolgreich war. Durch das Programm wurden Arbeitsplätze geschaffen und somit auch das regionale Wachstum vorangetrieben.
















