Am Markt ist ein ungebrochen großes Interesse an Wärmepumpen festzustellen. So wurden im ersten Halbjahr dieses Jahres mehr Wärmepumpen als Gasheizungen verkauft. Parallel dazu ist eine größere Nachfrage nach Heizungsförderung durch die KfW festzustellen. Das ist ein Beweis dafür, wie attraktiv die Förderkonditionen sind. Die Ampel müsse jetzt erkennen, dass der Ausbau von Wärmepumpen unterstützt werden muss. Nur so könne Deutschland unabhängig von fossilen Brennstoffen werden und die Klimaziele erreichen.
Im ersten Halbjahr 2024 haben die Wärmepumpenhersteller in Deutschland 90.000 Geräte verkauft. Damit verhält es sich jetzt so, dass mehr Wärmepumpen als Gasheizungen verkauft wurden. „Die Menschen wollen weg von der fossilen Gasheizung, die Wärmepumpe ist dann die Technologie der Wahl“, erklärt Martin Sabel, Geschäftsführer vom Bundesverband Wärmepumpe (BWP). „Branche und Politik können daran arbeiten, noch besser über die sehr guten Fördermöglichkeiten zu informieren. Die positive Entwicklung der KfW-Förderung zeigt, dass sich diese Anstrengungen lohnen.“
Mehr Interesse an Heizungsförderprogrammen
Parallel zur Umsatzentwicklung stellt die KfW ein wachsendes Interesse an der Heizungsförderung fest. Rund 50.000 Förderzusagen wurden im ersten Halbjahr 2024 erteilt. Davon entfielen 39.000 auf Projekte mit Wärmepumpen. Im Mai stieg die Anzahl der Zusagen im Gegensatz zu den Vormonaten um 21 Prozent, im Juni waren es sogar 40 Prozent. Von den rund 17.000 Anträgen auf eine Förderung betrafen 13.000 Wärmepumpen. Vier von fünf Wärmepumpen sind in Bestandsgebäuden im Einsatz. Daher ist die Förderung für die Branchenentwicklung von zentraler Bedeutung. Es spricht sich herum, dass die zurzeit geltende Konditionen sehr attraktiv sind. Die Zuschüsse liegen in der Regel bei 55 Prozent. Haushalte mit wenig Einkommen erhalten einen Zuschuss von 70 Prozent. Besser kann es nicht mehr werden.
Steigende Nachfrage wegen der Förderung der Wärmepumpen
Für dieses Jahr ist die Heizungsförderung gesichert. Es ist davon auszugehen, dass das auch im kommenden Jahr so bleibt. Die Wärmepumpenbranche trägt viel zum Erreichen des Klimazieles bei. Nur so ist es möglich, von fossilen Energieträgern aus Importen unabhängig zu werden. Für die zweite Jahreshälfte blickt man verhalten positiv in die Zukunft. Derzeit liefert der Großhandel noch Bestände aus, die bereits im letzten Jahr geordert wurden. Doch es wird mit weiteren Neubestellungen gerechnet. Ab August können auch Eigentümer von Nichtwohngebäuden eine Förderung beantragen. Ab September können dann auch die Verwendungsnachweise eingereicht werden. „Das sind wichtige Schritte, um die Förderung zugänglicher zu machen und auf ein verlässliches Fundament zu stellen“, konstatiert Sabel.

















