Hürden im Bauhandwerk – Digitalisierung oft noch ausgebremst

Hürden im Bauhandwerk - Digitalisierung oft noch ausgebremst
Foto: Roland Riethmüller

Das Bauhandwerk hat bereits beachtliche Fortschritte in Sachen Digitalisierung gemacht, trotzdem gibt es noch immer viele Hürden. Damit sich dieser Zustand bessert, müssen sich die Unternehmen, die Verbände und die Politik mehr bemühen. Gefordert werden vor allem Unterstützung und Förderungen, damit die Handwerksbetriebe in digitale Technologien investieren können. Von entscheidender Bedeutung ist dabei auch eine schnelle Internetverbindung, besonders in ländlichen Regionen.

Es geht zwar voran, doch noch immer bremsen zahlreiche Hürden die Digitalisierung im Bauhandwerk aus. Dabei tragen Verbände eine zentrale Rolle bei der erfolgreichen Realisierung von digitalen Prozessen. „Wir übernehmen Verantwortung, besonders für die über zwei Millionen Beschäftigten im deutschen Bauhandwerk, die mit ihrer Anpack-Mentalität einen wesentlichen Teil des Rückgrates der deutschen Wirtschaft darstellen“, erklärt Dominik Hartmann, Geschäftsführer der Software-Plattform OneCrew. Um die Digitalisierung voranzubringen und somit ein attraktives Arbeitsverhältnis für Arbeitnehmer zu schaffen, müssen sich die Unternehmen, Verbände und die Politik stärker bemühen.

Technisches Wissen im Handwerk vermitteln

Dabei müssen die Politik und die Verbände auch stärker investieren. Vor allem Bildungs- und Schulungsprogramme müssen zur Unterstützung der Handwerkerinnen und Handwerker geschaffen werden. Denn damit Innovationen auch angenommen werden, muss zunächst Vertrauen in die neue Technologie aufgebaut werden. Dies kann über Schulungen erreicht werden. Zum Beispiel sollten spezielle Digitalisierungsberatungsstellen eingerichtet werden. Dabei sollten sich auch erfahrene Handwerker mit der Digitalisierung befassen, um weiterhin als Arbeitgeber attraktiv zu sein.

Es fehlt der finanzielle Doppelwumms

Durch Förderprogramme und finanzielle Unterstützung kann die Politik den Handwerksbetrieben dabei helfen, in neue Technologien zu investieren. Dabei können Steuererleichterungen, Zuschüsse und günstige Kredite bei der Umsetzung helfen, um die Kosten für die Anschaffung digitaler Lösungen einzudämmen. Leider ist von vielen Handwerkern zu hören, dass Förderanträge nur schleppend positiv beschieden werden. Das hat zur Folge, dass sich die Einführung von digitalen Werkzeugen verzögert. Ein Abbau länderspezifischer Differenzen und eine Abkehr der ausschließlichen Förderung von Lizenzkäufen zugunsten innovativeren Geschäftsmodellen, wie Software-Miete, ist mehr als überfällig. Begrüßt wird der Vorstoß des bayerischen Wirtschaftsministeriums, kurzfristig Meisterausbildungen kostenlos anzubieten. Es bleibt zu hoffen, dass dies bundesweite Praxis wird.

Anpassung der Infrastruktur

Damit die Digitalisierung weiter vorangetrieben werden kann, bedarf es aber auch einer schnellen und zuverlässigen Internetverbindung. Das ist besonders in strukturschwachen und ländlichen Gegenden der Fall. Politik und Verbände sind nun in der Pflicht, die Breitbandinfrastruktur stärker zu fördern. Nur so können die Handwerksbetriebe die Digitalisierung nutzen. Viele Handwerksorganisationen wollen die Betriebe ebenfalls bei der Einführung der Digitalisierung unterstützen. Das würde sich ebenfalls auf den Klimawandel positiv auswirken, denn durch die Digitalisierung wird auch der Kampf gegen den Klimawandel beschleunigt.

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