In Oldenburg wurde erstmals in Deutschland eine Geh- und Radwegbrücke aus vorgespanntem Carbonbeton (CPC) gebaut – ein Pilotprojekt für nachhaltigen Brückenbau. Die nur sieben Zentimeter dünne Modulbrücke spart bis zu 80 Prozent Material, reduziert den CO2-Ausstoß und überzeugt mit hoher Tragfähigkeit. Dank CPC-Technologie und modularer Fertigung konnte das Bauwerk in nur sechs Wochen umgesetzt werden und setzt damit neue Maßstäbe für die klimafreundliche Modernisierung der Infrastruktur.
Kürzlich wurde in Norddeutschland ein wegweisendes Pilotprojekt für nachhaltigen Brückenbau abgeschlossen: Deutschlands erste Geh- und Radwegbrücke in vorgespanntem Carbonbeton (CPC) verbindet beide Seiten entlang des Bahndammgrabens im Stadtteil Drielake in Oldenburg. Mit der nur sieben Zentimeter dicken und rund sieben Tonnen schweren Modulbrücke Optima demonstriert die Bauwirtschaft, wie ressourcenschonendes und gleichzeitig hochbelastbares Bauen möglich wird. Die Konstruktion aus modularen Fertigteilen wurde innerhalb von lediglich sechs Wochen produziert und montiert. Als Teil der Baustoffwende gilt das Projekt als richtungsweisend für die klimafreundliche Modernisierung der Infrastruktur in Deutschland. Denn die Stadt Oldenburg entschied sich damit bewusst gegen eine klassische Holzbalken-Stahlkonstruktion und für eine nachhaltige Alternative. Die Vorteile der CPC-Technologie sind vielfältig: Durch den Carbonbeton sinkt der Materialeinsatz erheblich, die Brücke wiegt nur 260 Kilogramm pro Quadratmeter und bietet dennoch eine Lebensdauer von bis zu 100 Jahren. Außerdem lassen sich CPC-Elemente recyceln und wiederverwenden, was den CO2-Fußabdruck gegenüber Stahlbeton deutlich reduziert. „Wir freuen uns, dass diese besondere Brücke bei uns in Oldenburg steht“, betont Stadtbaurätin Christine-Petra Schacht. „Die leichtere Bauweise fügt sich gut in die ökologischen und nachhaltigen Ziele ein, die sich die Stadt Oldenburg mit dem Klimaschutzkonzept 2035 gesetzt hat. Durch den deutlich geringeren Materialeinsatz gehen wir Schritt für Schritt in diese Richtung weiter.“
Carbon statt Stahl: Schlüsseltechnologie für die Infrastruktur
Für Thorsten Hahn, Geschäftsführer von Holcim Deutschland, zeigt das Oldenburger Projekt vor allem eines: „Innovative und nachhaltige Lösungen wie CPC sind entscheidend für eine nachhaltigere und ressourceneffizientere Zukunft der Baubranche.“ Er sieht in der Carbonbeton-Bauweise eine „Schlüsselrolle“ für die dringend notwendige Sanierung von Brücken und Wegen bei gleichzeitiger Einhaltung der Klimaschutzziele.
Weniger Material, mehr Leistung
Die CPC-Platten sind drei- bis viermal dünner als herkömmliche Stahlbetonplatten und sparen so bis zu 80 Prozent Material ein. Auch die Widerstandsfähigkeit ist höher: Carbon ist extrem zugfest und nicht korrosionsanfällig, wodurch aufwändige Instandhaltungen entfallen und die Lebensdauer verlängert wird.
Serienreif und schnell verfügbar
Hergestellt wurde die Brücke im nur 60 Kilometer entfernten Fertigteilwerk in oldenburgischen Essen. CNC-gesteuerte Maschinen schnitten dort die passgenauen Bauteile, die vor Ort nur noch montiert werden mussten. Das bietet einen Vorteil auch für künftige Projekte, die in kurzer Zeit realisiert werden sollen. Damit könnte die CPC-Technologie schon bald bundesweit neue Maßstäbe im Brückenbau setzen.


















👍👌 das ist die Zukunft
Nun muss nur noch die Genehmigung besser und schneller funktionieren.
Planung dürfte kein Problem sein Rufzeichen