Revolution im Heizungskeller droht zu scheitern

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Foto: ZVSHK

Die Energiewende ist in vollem Gange und dennoch sehen Experten die eine oder andere Realisierung der erklärten Ziele in Gefahr. So zeichnet sich momentan auch ein Stück weit bei der sogenannten energetischen „Revolution im Heizungskeller“ eine Gefährdung bei der Erreichung ab. Dies bestätigt eine aktuelle Umfrage unter Architekten und SHK-Installateuren.

Dass vor allem die Heizenergie einen maßgeblichen Anteil zur Energiewende beiträgt, ist seit langem bekannt. Auch aus diesem Grund wird viel dafür getan, dass Heizsysteme modernisiert oder auf den technisch neuesten Stand gebraucht werden. Dies regelt vor allem die Energie-Einspar-Verordnung (EnEV).  Doch genau da liegt auch der Knackpunkt. Denn die durchaus verschärften Anforderungen der EnEV gelten nicht komplett bei Bestandsbauten. Dies wiederum führt dazu, dass viele Eigentümer nicht wirklich geneigt sind, Maßnahmen zur Modernisierung von ihrem Heizsystem voranzutreiben. Dies sehen einige Experten daher als gewisse Gefahr zur Erreichung der Ziele der Bundesregierung.

Architekten sind kritisch gestimmt

Das Marktforschungsinstitut BauInfoConsult hat in diesem Zusammenhang 359 Architekten und SHK-Installateure um ihre Einschätzung gebeten, ob die oftmals nicht geltenden EnEV-Anforderungen für Bestandsbauten die Ziele tatsächlich gefährden. Dabei erweisen sich die Architekten als größere Pessimisten gegenüber den SHK-Installateuren.

So stehen immerhin 76 Prozent der Architekten der Situation sehr kritisch gegenüber. Denn sie gehen davon aus, dass sich durch die teilweise nicht geltenden Anforderungen eine Verzögerung der gesetzten Vorgaben ergeben wird.

SHK-Installateure blicken optimistischer in die Zukunft

Bei den SHK-Installateuren gestaltet sich die Einschätzung schon positiver. Hier meinen zwei Drittel der Befragten, dass es einer härteren Regelung bedarf, um die Erneuerungen in den Heizungskellern voranzutreiben. Gut ein Drittel meint sogar, dass die „Revolution im Heizungskeller“ auch ohne härtere Regularien bei der EnEV erreicht werden kann.

Die optimistischere Haltung der SHK-Installateure ist wohl vor allem darin begründet, dass sie auf die sogenannten Heizungslabels vertrauen. Diese haben den Zweck, Immobilienbesitzer auf eine veraltete Heiztechnik hinzuweisen und ihnen damit eine Anreiz zu geben, ihre Anlagen zu modernisieren. Solche Label sind seit Beginn dieses Jahres verpflichtend eingeführt. Während der nächsten acht Jahre sollen alle vorhandenen Bestandskessel mit solchen Labeln versehen werden.

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