Das soziale Netzwerk Facebook wird oft als Plattform für ältere Generationen abgestempelt. Doch eine aktuelle Studie zeigt, dass es vor allem für Betriebe im Baugewerbe nach wie vor von hoher Bedeutung ist. Der Kommunikationsmonitor 2024 beleuchtet die Nutzung sozialer Netzwerke in der Bauwirtschaft. Die Ergebnisse zeigen: Trotz schwindender Popularität bleibt Facebook eine der meistgenutzten Plattformen, insbesondere für geschäftliche Kontakte und den fachlichen Austausch.
Eine repräsentative Umfrage vom Marktforschungsinstitut BauInfoConsult unter 500 Bauakteuren, darunter Architekten, Bauunternehmer und Handwerksbetriebe, bestätigt die anhaltende Relevanz von Facebook. Demnach nutzen aktiv immer noch 37 Prozent der Baubranche das soziale Netzwerk von Meta. Diese Nutzungsrate liegt nahezu gleichauf mit dem Bevölkerungsdurchschnitt von 36 Prozent. Besonders die Verarbeiter wie 43 Prozent der SHK-Installateure und 30 Prozent der Bauunternehmer nutzen Facebook regelmäßig, oft sogar täglich oder wöchentlich. Im Gegensatz dazu sind nur drei Prozent der Architekturbüros aktiv dabei. Insgesamt dient die Plattform nicht nur zur privaten Nutzung, sondern auch für berufliche Zwecke wie den Aufbau und die Pflege von Kontakten.
Crossmediale Nutzung als Erfolgsfaktor
Die Analyse zeigt, dass Bauakteure selten ausschließlich Facebook verwenden. Vielmehr nutzen sie es zusammen mit anderen Plattformen wie WhatsApp, YouTube, Instagram oder dem Twitter-Nachfolger X. Dieser crossmediale Ansatz verdeutlicht, dass Social Media für die Bauwirtschaft nicht monolithisch ist, sondern als integriertes Kommunikationsinstrument genutzt wird. Nutzer greifen je nach Ziel und Inhalt auf unterschiedliche Plattformen zurück, wodurch Facebook weiterhin Teil einer umfassenden digitalen Strategie bleibt.
Rückläufige geschäftliche Nutzung von Facebook
Trotzdem wird die geschäftliche Nutzung von Facebook zunehmend passiver. Während der Pandemie nutzten viele Unternehmen die Plattform aktiv zur Selbstdarstellung und für Branchenkontakte. Dieser Trend hat jedoch nachgelassen. Der Fokus liegt nun stärker auf dem privaten Austausch. Gleichzeitig verlagern sich geschäftliche Interaktionen auf andere Netzwerke, die von jüngeren Zielgruppen bevorzugt werden.
Chancen für die Bauwirtschaft
Doch trotz des schwindenden Hypes sollte Facebook nicht vorschnell abgeschrieben werden. Die Studie zeigt, dass gerade in der Baubranche eine beachtliche Zahl von Unternehmen regelmäßig aktiv ist. Insbesondere für Anbieter und Hersteller, die Bauunternehmen ansprechen, lohnt es sich, Facebook als Teil ihrer Marketingstrategie einzusetzen. Der Schlüssel liegt darin, attraktive Inhalte zu bieten und bestehende Netzwerke zu pflegen. So kann Facebook weiterhin ein effektives Werkzeug für die Kommunikation innerhalb der Branche bleiben.

















