Steigende Baulandpreise verteuern Wohnungsbau

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Foto: Roland Riethmüller

Die Baulandpreise sind von 2011 bis 2016 in Deutschland im Schnitt um 27 Prozent gestiegen. Das ergab eine Analyse der Kaufpreisdaten der amtlichen Gutachterausschüsse. Davon betroffen sind hauptsächlich die Großstädte. In den städtischen und ländlichen Gebieten fiel die Teuerung zwar nicht so hoch aus, doch der Zuwachs lag deutlich über dem der allgemeinen Teuerungsrate. Das erschwert den Wohnungsbau.

Laut einer aktuellen Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) sind die durchschnittlichen Preise für Bauland in Deutschland von 129 Euro pro Quadratmeter auf 164 Euro angestiegen. Das sind 27 Prozent mehr als in den vergangenen Jahren. In den Großstädten lag der Preis pro Quadratmeter sogar bei 350 Euro. Im Jahr 2011 waren es noch 250 Euro. Aber auch der Kaufpreis für ein Grundstück ist deutlich angestiegen. „Steigende Grundstückspreise bestimmen vor allem in den Wachstumsregionen zu einem erheblichen Anteil die Erwerbs- oder Erstellungskosten. Das verteuert Wohnimmobilien“, sagt BBSR-Experte Matthias Waltersbacher. „Hohe Baulandpreise treiben auf angespannten Märkten auch die Mieten im Neubau auf 14 bis 16 Euro pro Quadratmeter. Das lässt freifinanzierten Wohnungsbau zu bezahlbaren Mieten nicht mehr zu.“

Zurückgehende Transaktionszahlen in den Großstädten

Die Transaktionszahlen für Grundstücke sind in den städtischen Gebieten in der Zeit von 2011 bis 2016 zwar stabil geblieben, aber dafür sind sie in den Großstädten um 30 Prozent zurückgegangen. Besonders betroffen waren die Städte Köln, Frankfurt am Main und Stuttgart. In den ländlichen Gegenden ist ein Zuwachs von 15 Prozent zu verzeichnen. Aufgrund der steigenden Zahlen suchen immer mehr Wohnungskäufer ihr Glück im Umland. Die Analyse stammt von kreisfreien Landkreise und Städten, die über lückenlose Zahlen seit dem Jahr 2011 verfügen. Dieser Längsschnitt ist repräsentativ, denn er umfasst ein Drittel aller Landkreise und Städte in Deutschland. Eine komplexere Analyse für den Immobilien- und Grundstücksmarkt für die Jahre 2015 und 2016 wird der Arbeitskreis der Oberen Gutachterausschüsse, Zentralen Geschäftsstellen und Gutachterausschüsse in Deutschland (AK OGA) im Dezember 2017 gemeinsam mit dem Immobilienmarktbericht vorgelegt werden. Schon jetzt zeigt sich aber, dass die Preise für Bauland einen wirtschaftlichen Bau von Wohnungen gar nicht mehr zulassen. Gleichzeitig wird damit auch der bezahlbare Mietwohnungsbau erheblich gebremst.

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