Wichtigste Kriterien für Beauftragung von Handwerkern

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Foto: Roland Riethmüller

Die Wahl des richtigen Handwerkers hängt für den Auftraggeber meist von verschiedenen Punkten ab. Doch selbst nach der Entscheidung gibt es immer noch viele Aspekte, auf die Auftraggeber einen gewissen Wert legen. Genau mit diesen verschiedenen Kriterien hat sich eine aktuelle Handwerkerumfrage beschäftigt. Dies soll am Ende auch für die Betriebe eine Maßgabe sein, worauf sie achten müssen, um noch erfolgreicher zu arbeiten.

Kunden von Handwerkern haben verschiedenste Auswahlkriterien, sich für einen Auftragnehmer zu entscheiden. Dabei sind viele Aspekte wohl bekannt und im Grunde als Selbstverständlichkeit zu betrachten. Doch sind es gerade die nicht allgegenwärtigen Kriterien, die am Ende für oder gegen eine Auftragsvergabe  entscheiden. Umso wichtiger ist es für Handwerksbetriebe, sich die aktuellen Ergebnisse der Handwerkerumfrage einmal genauer anzusehen.

Im Juni diesen Jahres wurde von net-request, im Auftrag des Berufsbekleidungsspezialisten CWS-boco, online die Handwerkerumfrage vorgenommen. Dabei wurden 500 Menschen im Alter zwischen 25 und 65 Jahren befragt. 32 Prozent von ihnen haben dabei in den letzten zwei Monaten mindestens einen Handwerker beauftragt. Insgesamt haben 59 Prozent der Befragten innerhalb des letzten Jahres einen Handwerker mit einer Dienstleistung beauftragt.  Dabei gaben 92 Prozent an, mit der ausgeführten Leistung zufrieden gewesen zu sein. 63 Prozent waren sogar sehr zufrieden.

Höchste Priorität für Kunden hat Höflichkeit und Fachwissen

Die Umfrage bestätigt, was man längst wusste. Höflichkeit und Fachkenntnisse sind für die Kunden mit jeweils 99 Prozent Zustimmung die wichtigsten Aspekte, die ein Handwerker vorweisen sollte. Direkt danach folgen mit 98 Prozent Pünktlichkeit, mit 91 Prozent außerdem ein gepflegtes Auftreten sowie das Tragen von Berufskleidung. Immer noch 95 Prozent der Befragten erwarten, dass der Handwerker keinen Dreck hinterlassen sollte.

Berufsbekleidung stärker im Fokus als erwartet

Während die ersten Punkte der Kunden-Wunschliste nicht wirklich überraschend  waren, ist dies jedoch für den Faktor Berufskleidung durchaus der Fall. Denn es ist für viele Kunden nicht nur wichtig, dass Berufskleidung getragen wird und der Handwerker grundsätzlich ein gepflegtes Erscheinungsbild aufweist. Beides spiegelt für eine Mehrheit der Auftraggeber auch ein gewisses Maß an Professionalität wider. Denn immerhin die Hälfte der Befragten urteilt genau so. Für 86 Prozent macht es darüber hinaus einen positiven und professionellen Eindruck, wenn Handwerker-Teams sogar in einheitlicher Berufskleidung erscheinen. Somit zeigt sich, dass Handwerksbetriebe hier sogar einiges dafür tun können, ein positives Ansehen für ihren Betrieb zu erreichen, wenn sich dies in der Wahl der Berufskleidung widerspiegelt.

In diesem Zusammenhang gaben auch 96 Prozent an, dass ihnen die Arbeitssicherheit wichtig ist. 71 Prozent legen sogar großen Wert auf diesen Faktor. Hierbei waren es insbesondere Frauen, die diesen Punkt als besonders wichtig empfanden.

Mundpropaganda bleibt der wichtigste Empfehlungsfaktor

Bei der Frage danach, wie die Auftraggeber in der Regel zu der Wahl ihres Handwerkes gelangen, waren die Ergebnisse ebenfalls wenig überraschend und auch sehr eindeutig. Denn die Mundpropaganda bleibt der wichtigste Empfehlungsfaktor. So verlassen sich 87 Prozent auf die Empfehlung von Freunden und Bekannten, 41 Prozent auf die von anderen Handwerkern. Wiederum 21 Prozent greifen auf die Gelben Seiten oder Branchenbücher zurück, neun Prozent nutzen die Suche über Handwerkskammern oder Innungen.

Internet wenig bedeutend für die Auftragsvergabe

Erstaunlicherweise nutzen nur 19 Prozent das Internet für die Suche. Dabei spielt es für 42 Prozent der Befragten nicht einmal eine Rolle, ob der Betrieb überhaupt über einen eigenen Webauftritt verfügt. Doch für immerhin 23 Prozent ist dies ein durchaus wichtiges Kriterium für die Wahl. 35 Prozent halte es sogar für rückschrittlich, wenn ein Betrieb nicht online aktiv ist.

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