Wohnungsbaukrise: Endlich mehr Bauland schaffen und bauen!

Foto: Roland Riethmüller

Eines der Hauptthemen unserer Zeit ist der Wohnungsbau. Denn die Nachfrage nach den eigenen vier Wänden ist ungebrochen. Dabei ist der Bedarf nach Wohnraum deutlich höher als das Wohnungsangebot. Um diesen Bedarf zu decken, müssten laut einer aktuellen Studie im Jahr rund 372.000 neue Wohnungen gebaut werden. Doch besonders in Großstädten wird zu wenig gebaut. Daher wird gefordert, Bauland zu schaffen und Baustandards zu senken.

Es lässt sich nicht leugnen, dass es in Deutschland akut an Wohnungen fehlt. Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln) hat nun ermittelt, dass konkret rund 372.000 neue Wohnungen gebaut werden müssten. Das würde den aktuellen Bedarf an Wohnungen decken. Gleichzeitig macht die Studie auch deutlich, dass in den letzten drei Jahren lediglich 294.400 Wohnungen gebaut wurden. Dadurch fehlt es besonders in den Großstädten an Wohnraum. Insgesamt fehlen in den sieben größten deutschen Städten nicht nur in diesem, sondern auch im nächsten Jahr rund 72.200 Wohnungen. In Berlin sind es 31.300, in Hamburg 12.400, in München 8.900 und in Köln 7.500. Folglich müsste gerade dort mehr gebaut werden.

Wohnungsbau – Es muss mehr in den Großstädten gebaut werden

Interessanterweise ist in Köln der Bedarf nach Wohnungen im Vergleich zu den anderen sechs Großstädten am größten. Gerade mal um 37 Prozent konnte dort die Nachfrage nach Wohnungen gedeckt werden. Es folgt Leipzig mit 42 Prozent und Stuttgart mit 43 Prozent. In München sieht die Lage am Wohnungsbau am besten aus, denn hier wurde der Bedarf um 93 Prozent gedeckt. Durch den Wohnungsmangel steigen die Preise und die Menschen wandern zum Teil ins Umland ab.

In Zukunft wird die Nachfrage im Wohnungsbau sinken

Es ist aber auch keine Lösung, so viele Wohnungen zu bauen wie möglich. Der Grund ist, dass sich der Wohnungsbedarf in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird, was sich auf den Wohnungsbau auswirkt. Aufgrund der errechneten Bedarfsdeckung werden voraussichtlich ab dem Jahr 2026 jährlich nur noch 257.400 neue Wohnungen gebraucht. Das bedeutet einen Rückgang von rund 31 Prozent. In den Städten würde damit auch der Druck nachlassen und der Wohnungsbau entlastet. Das Ziel der Bundesregierung, jährlich rund 400.000 neue Wohnungen zu bauen, sei laut dem IW-Immobilienökonom Ralph Henger unerreichbar geworden. Die Politik sei jetzt gefragt, um entsprechende Maßnahmen zu treffen. Besonders in den Großstädten müsse etwas gegen die Wohnungsnot unternommen werden. Dabei seien vor allem die Kommunen gefragt, entsprechendes Bauland zur Verfügung zu stellen. Um die Kosten im Wohnungsbau zu senken, müssten aber auch die Baustandards gesenkt werden.

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Zur Zeit sind ca. 880.000 Baugenehmigungen im Überhang.
Es könnte gebaut werden aber es rechnet sich nicht.
Zuviel Spekulation. Pech gehabt.

Vollkommen richtig. Si lange die Presse propagieren dass man billig handeln kann – werden Bauträger wie ich nicht mehr bauen.
Für einen Neubau mit 870.000 Grundstück und Baukosten + Zwischenfinanzierung und Gebühren bietet man mir jetzt 650.000 Euro an
Soll ich anderer Leute immobilien finanzieren.
Ich baue nie mehr.

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