Worauf deutsche Hausbauer bei der Renovierung achten

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Foto: Roland Riethmüller

Rund 60.000 Euro geben die Deutschen für eine Renovierung aus. Wie sich dieser Wert im Vergleich von “erfahrenen” zu “neuen” Hausbauern verhält, hat eine aktuelle Studie ermittelt. Demnach werden neu erworbene Immobilien oft viel teurer renoviert als bestehende. Auch die Einstellung zu Smart Home und der Energieeffizienz unterscheiden sich gravierend.

Eigentümer, die erst kürzlich eine Immobilie gekauft haben, investieren in größere Projekte und stecken insgesamt auch mehr Geld in die Renovierung als andere Hausbesitzer. Das ergab die Studie „Houzz & Home Deutschland 2017“, eine jährliche Erhebung aus dem Bereich Wohnungsumbau, Bauen und Einrichten. Zusammen mit dem unabhängigen Marktforschungsinstitut Farnworth Group hat Houzz als weltweit führende Plattform für Architektur und Wohnen dazu allein in Deutschland mehr als 3.000 Teilnehmer und weltweit 185.000 Personen befragt. Demnach investieren “frisch gebackene” Immobilieneigentümer rund 105.617 Euro in die Renovierungen ihrer Immobilie. Die anderen Befragten gaben lediglich 60.428 Euro aus. Damit ist es mit 63 Prozent sehr viel wahrscheinlicher, dass alle Innenräume von jüngst erworbenen Immobilien saniert werden als bei anderen Bauprojekten. Hier liegt der Wert lediglich bei 23 Prozent.

Was unterscheidet die Deutschen von den anderen Hausbesitzern?

Viele Immobilienkäufer richten sich ihr neu erworbenes Haus nach ihren eigenen Vorstellungen ein. Ein perfektes Haus von Anfang an vorzufinden, daran glauben die wenigsten Deutschen. Sie wollen ihre persönlichen Wünsche und Vorstellungen in das Haus einbringen und verwirklichen. 35 Prozent der Befragten sehen darin auch positive Kosteneffekte beim eigenen „Hand anlegen“. Überhaupt halten es 23 Prozent für günstiger, ein bereits fertiges Haus zu renovieren als ein neues Haus zu kaufen. Priorisiert werden dabei die Küchen zu 18 Prozent und die Bäder zu 14 Prozent.

Im Schnitt 18.500 Euro für Hausrenovierung

“2016 war ein weiteres starkes Jahr für den Renovierungsmarkt, mit Hausbesitzern, die weiterhin in ihre Häuser investieren”, erklärt Houzz Deutschland-Geschäftsführer Roman Rochel. So stamme der größte Teil der Renovierungsprojekte von Hausbesitzern, die ihrem Zuhause nur einen neuen Look verpassen möchten. Wer jedoch erst kürzlich ein Haus gekauft habe, sei besonders motiviert. Sie investierten mehr Geld und nehmen in der Regel Fachleute, die sie bei dieser Arbeit unterstützen. Schon jetzt wird prognostiziert, dass 2017 ein sehr erfolgreiches Jahr für Hausrenovierungen werde. Die Zahlen belegen es, denn in diesem Jahr geben die Hausbesitzer rund 18.500 Euro für die Hausrenovierung aus. Im Jahr 2016 waren es 18.200 Euro. Die meisten Ausgaben für Renovierungen fielen dabei auf Badezimmer mit 12.200 Euro und Küchen mit 11.600 Euro.

Weitere Erkenntnisse

Die Umfrage ergab jedoch auch, dass 82 Prozent der Hausbesitzer zur Renovierung eigene Reserven und Rücklagen nutzen. Seltener genutzt werden Baufinanzierungen in 15 Prozent der Fälle. Die größte Herausforderung für die Hausbesitzer bestand jedoch in 2016 darin, die richtigen Materialien zu finden (37 Prozent). Genauso schwierig war es, die Zeitplanung (25 Prozent) und das Budget (32 Prozent) einzuhalten. Besonders weit verbreitet ist das Problem mit dem Überschreiten des Budgets bei den jüngsten Hauskäufern (bei rund 40 Prozent). Der Bedarf an professioneller Hilfe ist im Jahr 2016 mit 79 Prozent sehr hoch gewesen. Neue Hauseigentümer nehmen die Hilfe der Fachleute für die Renovierung eher an, als Langzeit-Hausbesitzer.

Auch Smart Home und Energieeffizienz sind eher Themen für neue Hausbesitzer. Während “erfahrene” Eigentümer nur zu 20 Prozent die Gebäudeautomation wählen, planen “frische” die neuen Technologien rund um Smart Home zu 34 Prozent ein. Rund 40 Prozent halten auch die Energieeffizienz und Nachhaltigkeit für bedeutende Themen. 33 Prozent würden auch “grüne” Baustoffe einsetzen.

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