Zulieferer am Bau erholen sich – auch Hilti steigert Umsatz

Zulieferer am Bau erholen sich - auch Hilti steigert Umsatz
Foto: Hilti

Nachdem der Umsatz infolge der Corona-Krise dramatisch zurückgegangen war, zeigen sich bei den Zulieferern am Bau mittlerweile erste Anzeichen einer Erholung. Auch beim liechtensteiner Werkzeughersteller Hilti steigt der Umsatz wieder, obwohl man insgesamt trotzdem mit einem Umsatzrückgang rechnet. Zu Beginn des Jahres konnte noch keiner ahnen, dass bereits im Februar ein beispielloser Abwärtstrend erfolgen sollte.

Covid 19 hat weniger negative Spuren hinterlassen, als zunächst befürchtet. Zwar war nach dem Ausbruch vom Coronavirus der Umsatz drastisch zurückgegangen, doch jetzt zeigen sich die ersten Anzeichen einer Erholung. Beim liechtensteiner Werkzeughersteller Hilti sank im Vergleich zum Vorjahr der Umsatz von Januar bis August 2020 um 12,3 Prozent auf 3.426 Millionen Schweizer Franken und um 7,3 Prozent in lokalen Währungen. “Nach einem beispiellosen Einbruch unseres Geschäfts während des Lockdowns im Frühjahr haben sich unsere Zahlen seit Juni Schritt für Schritt erholt”, freut sich Hilti-CEO Christoph Loos. “Damit kommen wir besser durch die Krise als ursprünglich befürchtet, allerdings mit sehr großen regionalen Unterschieden.” Das stimme verhalten positiv, erklärt Loos und erinnert daran, dass die Krise noch lange nicht vorbei sei und immer noch eine hohe Unsicherheit bleibe.

Schwacher Umsatz bei Hilti nach gutem Jahresstart

Der Start ins neue Jahr verlief noch positiv, doch es kam in Nordasien im Februar zu einem starken Einbruch. Ab Mitte März zeigte sich dann ein deutlicher Abwärtstrend in allen Märkten. Der Tiefpunkt war im zweiten Quartal erreicht, danach setzt eine schrittweise Erholung ein. Im Vergleich zum Vorjahr ging der Gewinn um 13,9 Prozent auf 314 Millionen Schweizer Franken zurück. Belastet wird dieses Ergebnis auch von der starken Aufwertung des Schweizer Franken. Für den Zeitraum von Januar bis August beläuft sich der negative Umrechnungseffekt auf fünf Prozentpunkte beim Umsatz.

Starke Abhängigkeit der regionalen Geschäftsentwicklung vom Lockdown

Die regionalen Umsatzentwicklungen sind stark von der Intensität des Lockdowns abhängig. Die Baubranche sah sich mit deutlich sinkenden Umsätzen im Mittelmeerraum und in einigen asiatischen Märkten konfrontiert. In Nordasien, Nordamerika und dem restlichen Europa sanken die Umsätze jedoch weniger stark, denn die Bauaktivitäten konnten trotz der Corona-Krise zum größten Teil fortgeführt werden. Die Hilti-Gruppe rechnet jedoch mit einem Umsatzrückgang in diesem Jahr von fünf Prozent in lokaler Währung und zehn Prozent in Schweizer Franken.

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