Sprit sparen und Benzinverbrauch senken

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Eine Horror-Szene: Leerer Tank bei den derzeitigen Benzin- und Dieselpreisen, Foto: melle-regi / pixelio.de

Tanken wird zur Belastung, denn die Kraftstoffpreise haben im Februar wieder einmal Rekord-Niveau erreicht: Laut ADAC hat Benzin mit einem Monatsmittelwert von 1,587 Euro für Super E10 einen neuen Höchststand erreicht. Auch Diesel lag mit 1,480 Euro im Schnitt deutlich über den Vormonaten. Da aufgrund gestiegener Rohölpreise mit einem Rückgang erst mal nicht zu rechnen ist, empfiehlt sich nur das bewusste und kostensparende Fahren.

Mobilität kostet Geld – in letzter Zeit sogar immer mehr. So meldet der ADAC für den Februar 2012 einen neuen Höchststand: Mit einem Monatsdurchschnitt von 1,587 Euro war der Liter Super E10 so teuer wie nie zuvor. Den höchsten jemals gemessenen Benzinpreis konnte man dabei am 29.02. mit 1,635 Euro erleben. Auch Diesel kostet mit 1,480 Euro pro Liter so viel wie lange nicht mehr. Trotzdem wurde der Höchststand vom 05.07.2008 in Höhe von 1,538 Euro knapp verfehlt.

Mit einer Erholung der Kraftstoffpreis sei erst mal nicht zu rechnen, prognostiziert der ADAC. Denn der Hauptgrund für die drastisch gestiegenen Benzinpreise sind die zeitweise über 125 Dollar je Barrel Brent gestiegenen Rohölnotierungen. Durch den ungünstigen Umrechnungskurs zum Euro ist damit Rohöl so teuer wie nie zuvor. Und während Kostenrückgänge in der Vergangenheit bei Kunden erst nach einiger Zeit bemerkbar waren, so schlugen sich diese Kostenaufschläge für die gestiegenen Produktionskosten unmittelbar im Preis nieder.

Doch wie geht man als Handwerksmeister damit um, wenn man das Fahrzeug dienstlich benötigt? Natürlich kann man die Kosten auf den Kunden umlegen. Doch kann man dieser Preisschraube nicht unbegrenzt drehen. Daher empfiehlt es sich für schlaue Handwerksmeister schon jetzt umzudenken und seine Fahrweise auf die gestiegenen Kosten anzupassen. Sprit sparen heißt die Devise!

Zu aller erst bietet es sich an, den Tank nie komplett leer zu fahren, sondern ab der Hälfte immer die Augen für günstige Preise offen zu halten. Auf diese Weise läuft man nicht Gefahr, am Ende um jeden Preis tanken zu müssen.

Darüber hinaus kann man aufgrund der eigenen Fahrweise und bestimmter Rahmenbedingungen nachhaltig Benzin und Diesel einsparen. Denn bei richtiger Fahrweise lassen sich zwischen 10 bis 20 Prozent der Kraftstoffkosten einsparen. Die Empfehlung des ADACs lautet, den Wagen nicht im Stand warmlaufen zu lassen. Erstens bringt das nichts, zweitens ist es verboten. Nach dem Anlassen sollte also sofort losgefahren, dabei zügig beschleunigt und frühzeitig bei einer Drehzahl von ca. 2000 U/min in den nächsten Gang geschaltet werden. Insgesamt sollte auch im Stadtverkehr stets im höchsten Gang gefahren werden, gerne auch untertourig solange der Motor noch ohne Ruckeln Gas annimmt. Besonders auf unnötiges Bremsen kann durch vorausschauendes Fahren verzichtet werden. Wer die Motorbremswirkung nutzt, kann durch die Schubabschaltung beim Heranrollen an die Ampel ebenfalls Sprit sparen.

An der Ampel selbst sollte bei einem Aufenthalt von mehr als 20 Sekunden der Motor abgeschaltet werden. Untersuchungen des ADACs belegen, dass bei warmen Motor eine Belastung für Anlasser und Batterie äußerst gering ist. Doch Vorsicht: laut Straßenverkehrsordnung muss das Abblendlicht weiter eingeschaltet bleiben, Standlicht ist nur bei parkenden Fahrzeugen zulässig.

Kurzstrecken sollten gänzlich vermieden werden, da der Motor erst nach ein bis zwei Kilometern nach dem Kaltstart den überhöhten Kraftstoffbedarf zurückregelt. Außerdem sollte versucht werden, Ballast einzusparen. Der ADAC rechnet mit 0,3l/100km Mehrverbrauch pro 100 kg unnötigem Gewicht. Es macht also Sinn, nur die Werkzeuge mitzunehmen, die man auch wirklich benötigt.

Ein weiterer Kostenfaktor sind elektrische Verbraucher. Je mehr in Benutzung sind (z.B. Radio, Sitzheizung, Heckscheibenheizung, etc.), um so mehr Energie muss die Lichtmaschine liefern und um so höher ist der Drehwiderstand, für den Kraftstoff aufgewendet werden muss. Die Standheizung kostet ca. 0,2 bis 0,5 l Kraftstoff pro Stunde und die Klimaanlage zwischen  0,1 l und 2,1 l pro Stunde und Fahrzeugmodell. Und selbst offene Fenster beeinträchtigen den Strömungswiderstand und führen zu erhöhtem Kraftstoffverbrauch. Ebenso wie ein nicht optimaler Rollwiderstand. Denn ein verminderter Reifendruck sorgt für einen Mehrverbrauch von ca. 1 Prozent. Aus diesem Grund empfiehlt der ADAC einen Reifendruck, der um 0,2 bar über dem vom Fahrzeughersteller angegebenen Optimalwert.

Spritsparmittel und hochpreisige Kraftstoffe mit 100 Oktan, wie „V-Power“ von Shell oder „Ultimate“ von Aral, bringen übrigens nichts, hat der ADAC herausgefunden. Wohl aber Leichtlauf-Motorenöle, weil sie den Reibungswiderstand im Motor reduzieren.

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