Stuttgart 21 als Chance für das Handwerk der Region

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Foto: Gerd Altmann / pixelio.de

Immer wieder ist das große Verkehrs- und Städtebauprojekt Stuttgart 21 ein Streitthema in der Politik und vor allem bei den Bürgern. Dabei wird leider auch oft außer Acht gelassen, wie wichtig das Projekt für die Region und die dort angesiedelten Handwerksunternehmen ist. Aus diesem Grund fordert das Handwerk „Weiterbauen statt Weiterstreiten“.

Vor einem Jahr wurde bei einer Vollversammlung der Handwerkskammer Ulm, dem Parlament aus den regionalen Betrieben und Beschäftigten, einstimmig für die Umsetzung des Projekts Stuttgart21 gestimmt. Zu dieser eindeutigen Stimmabgabe kam es, weil man in der Vollversammlung erkannte, welche Chancen sich aus dem infrastrukturellen Großprojekt ergeben können. Diese wären für das Handwerk und damit auch für die Bürger der Region sehr bedeutend und würde geleichzeitig eine Neuschaffung von Arbeitsplätzen mit sich führen. Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm sagt: „ Investitionen in Infrastrukturprojekte wie Stuttgart21 sind immer auch Investitionen ins Handwerk und die regionale Wirtschaft.“

Auch heute kämpft die Handwerkskammer immer noch für die Fortsetzung des Projekts. Ihrer Meinung nach ist schon viel zu viel Geld in den anhaltenden Streit um die Umsetzung des Vorhabens investiert worden. Diese finanziellen Mittel hätten wesentlich sinnvoller für die Maßnahmen verwendet werden können. Darüber hinaus sind die Verträge bereits geschlossen und müssen damit auch eingehalten werden. Andernfalls würde die Region zukünftig an Attraktivität verlieren und Investoren wären nicht mehr interessiert an der Ausführung von Plänen im Süden Deutschlands.

Der Ausbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs stellt einen wesentlichen Teil des Projektes dar und ist gesamtwirtschaftlich sehr bedeutsam. Nicht nur, dass neu Arbeitsplätze geschaffen werden, die nur für diese Bauphase notwendig sind. Es wird auch dauerhafte Beschäftigungsverhältnisse geben, die über die Bauphase hinaus bestehen werden. Des Weiteren sind sowohl der Hauptbahnhof als auch der Flughafen die nächstgelegenen „Verkehrsdrehscheiben“ mit großstädtischer, teilweise europäischer Dimension, für das Kammergebiet. Längst ist das Großprojekt kein Thema allein für Baden-Württemberg. Auch für Bayerisch-Schwaben ist es unverzichtbar, weiter voranzukommen. Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Schwaben sagt: „ Durch die Verlagerung der ICE-Strecken von München über Ingolstadt ist der Zeittakt der Fernverbindungen, die noch nach Norden laufen, stark eingeschränkt.“

Nicht außer Acht zu lassen ist auch die Bedeutung für Pendler. Durch eine Verbesserung des Regionalverkehrs können sie nur profitieren. Es steht also eindeutig fest, dass Stuttgart21 endlich vorangetrieben werden muss.

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