Das Wohnungsbauversprechen der gescheiterten Ampelkoalition, 400.000 neue Wohnungen jährlich zu bauen, wurde deutlich verfehlt. Es fehlte vor allem an Entschlossenheit. Nun steht Deutschland vor einer Wohnraumkrise, die Politik und Bauwirtschaft gleichermaßen fordert. Dabei muss der Wohnungsbau zur Chefsache erklärt werden, weil ohne Sofortmaßnahmen soziale Spannungen und ein demokratiegefährdender Vertrauensverlust drohen. Lösungen wie 100.000 Sozialwohnungen pro Jahr, Zinsverbilligungen und Reformen für Genossenschaften stehen im Fokus. Doch welche Partei hat den Plan, der funktioniert?
Der Wohnungsmangel muss zur Chefsache der kommenden Bundestagswahl erklärt werden, fordert der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) anlässlich des geplatzten Wohnungsbaugipfels. Es dürfe kein weiteres Ignorieren des Wohnungsmangels in Deutschland geben. Vor allen Dingen müssten endlich 100.000 Sozialwohnungen im Jahr neu gebaut werden. Doch welche Partei hat jetzt einen Plan, der auch glaubwürdig ist? Fehlende Wohnungen sind sozialer Sprengstoff und gefährden die Demokratie. Daher wird dringend ein Sofortprogramm benötigt, damit es zu einer Trendwende kommt. Doch stattdessen wurde laut BDB-Präsidentin Katharina Metzger der Wohnungsbau „runtergegipfelt“, vom „Wohn-Gipfel“ mit dem Kanzler in der Event-Location Factory Hammerbrooklyn in der Hamburger Hafen-City zur „Spitzenrunde“ mit der Bundesministerin im Bauministerium in Berlin. Dabei bleibe das einstige Wohnungsbau-Versprechen der gescheiterten Ampelkoalition von 400.000 Neubau-Wohnungen pro Jahr das Wahlversprechen des Bundeskanzlers.
Mehr Finanzmittel, niedrigere Zinsen und Förderungen von Genossenschaften
„Wohnungsmangel und hohe Mieten machen vielen Menschen in Deutschland sowohl in ihrem Arbeitsalltag als auch in ihrer Lebensführung und -planung schwer zu schaffen“, betont auch Robert Feiger, der Bundesvorsitzende der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau). „Hier muss endlich massiv gegengesteuert werden, insbesondere in den Ballungszentren.“ Sicherlich haben die Corona-Krise, der Ukraine-Krieg und der neuerliche Nah-Ost-Konflikt hemmend auf den Wohnungsbau gewirkt. Doch die Reaktion auf die gestiegenen Zinsen kam laut Feiger zu spät. Die Talfahrt im Wohnungsbau konnte so nicht gestoppt werden. Zinsverbilligungen für den Bau bezahlbarer Mietwohnungen wären nötig gewesen, um gegenzusteuern. „Eine vertane Chance“ ist nach Auffassung von Feiger schließlich auch die nur „halbherzig“ umgesetzte Reform zur neuen Wohngemeinnützigkeit, denn für Genossenschaften sowie kommunalen und kirchlichen Wohnungsunternehmen sei sie nur wenig attraktiv. „Ein bisschen Steuerbefreiung für die Vermietung von Wohnungen an bedürftige Haushalte wird die Bautätigkeiten nicht explodieren lassen.“
Weil Wohnraum dringen benötigt wird, ist jede neue Wohnung hilfreich
„Jede zusätzliche Wohnung ist eine gute Wohnung“, bestätigt auch Dirk Wohltorf, Präsident vom Immobilienverband Deutschland (IVD), anlässlich der Spitzenrunde „Bündnis bezahlbarer Wohnraum“. Die politischen Vorzeichen müssten für eine Neukonzeption im Wohnungsbau genutzt werden. Ein Bündnis für bezahlbaren Wohnraum könne nur dann erfolgreich sein, wenn es von den Leuten getragen wird, die auch an der Schaffung von Wohnraum beteiligt sind. „Wir müssen deshalb mit dem im Bündnis bereits Erreichten zurück auf Start gehen und dabei den Ursprung der Bündnisidee wieder konsequent in den Fokus nehmen: Jede neu geschaffene Wohnung ist gut – solange sie bedarfsgerecht ist“, so Wohltorf.


















hausgemachtes Problem !!?? In vielen Fällen blockieren die kommunale Gremien aufgrund von nachbarlichen Einsprüchen und Einwendungen den angedachten sozialen Wohnungsbau.
Da werden hilfsweise sogar hochkreative Ablehnungsbescheide erstellt !!
Würde mich interessieren ob dies eine Einzelerfahrung ist.
Diese Wohnungsnot kann vermieden werden. Siehe:
https://www.bauindustrie-bayern.de/fileadmin/Webdata/Downloads/Verbandsmagazin/idJuni2024.pdf
Herr Merz wird es schon richten…