Wenn wir ehrlich sind, hat jedes Gewerk für sich seine Probleme. Dennoch kann man in einigen Branchen fast schon von einem „Jammern auf hohem Niveau“ sprechen. So beklagt vor allem das SHK-Handwerk, dass man sehr unter dem steigen Zeitdruck zu leiden hat. Dieser wiederum sichert der Branche aber auch seine Zukunft.
Das Marktforschungsinstitut BauInfoConsult hat einmal mehr eine Telefonumfrage unter 100 SHK-Installateuren durchgeführt. Dabei sollten die Befragten darüber Auskunft geben, wo sie die größten Herausforderungen der kommenden drei Jahre sehen würden. Wie in anderen Gewerken auch ist der Preisdruck ein viel genannter Punkt. Aber wesentlich häufiger wurde dabei der Zeitdruck genannt. Immerhin sieht jeder zweite SHK-Installateur hier eine besondere Herausforderung.
Nun ist Zeitdruck natürlich immer unangenehm, da so auch das Risiko für qualitativ schlechte Arbeit steigt. Trotzdem muss man auch erwähnen, dass dieser Zeitdruck bei vielen Befragten in dem durchaus hohen Auftragseingang begründet ist. Damit handelt es sich im Grunde um ein Problem, das sich eigentlich zum Guten umkehrt. Denn letztlich ist es der Auftragseingang, der den Betrieben schlussendlich seine Existenz sichert.
Wie bereits vielfach berichtet, ist es speziell das Badezimmer, das dem SHK-Handwerk seine Aufträge beschert. Dennoch sind die Gewinnspannen immer noch sehr niedrig, da auch der Preisdruck am Markt immer höher wird. Dies bestätigen zwei von drei Befragten. Somit ist die grundsätzliche Stimmung in der Branche zwar gut, jedoch auch mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu betrachten.
Ebenfalls Unmut bringen die permanent wechselnden Vorschriften mit sich. Hier sieht jeder dritte SHK-Installateur eine Herausforderung der nächsten drei Jahre. Immerhin muss man stets auf dem Laufenden sein, um so den Anschluss nicht zu verpassen.

















