Förderung Rußpartikelfilter in 2012 beantragen

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Foto: GTÜ / pixelio.de

Im Rahmen der in verschiedenen Großstädten eingeführten Umweltzonen sind immer mehr Fahrzeughalter dazu übergegangen, ihre Fahrzeuge mit einem Rußpartikelfilter auszustatten. Dass diese Umrüstung steuerlich honoriert wird, bildet einen zusätzlichen Anreiz. Aufgrund der hohen Nachfrage solcher Umrüstungen, hat sich die Förderung auf das kommende Jahr – bis zum 31. Dezember 2013 – verlängert. Es ist jedoch durchaus ratsam, noch in 2012 einen Antrag zu stellen.

Aufgrund der hohen Nachfrage von Fahrzeug-Umrüstungen auf Rußpartikelfilter, wurde vom Bundesumweltministerium eine Anpassung der Förderrichtlinie bis zum 31. Dezember 2013 vorgenommen, wie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) berichtet. Trotz dieser Verlängerung rät die Handwerkskammer Magdeburg jedoch dazu, den Förderantrag noch in diesem Jahr zu stellen, wenngleich der Zuschuss erst im nächsten Jahr gezahlt wird.

Ein Argument für die Antragsstellung im noch laufenden Jahr ist auf jeden Fall die Höhe des Zuschusses. Dieser beträgt nämlich derzeit noch 330 Euro, im Jahr 2013 jedoch nur noch 260 Euro je Fahrzeug für die Nachrüstung mit einem Rußpartikelfilter.

Die Einreichung des Förderungsantrages erfolgt über das BAFA. Jeder, auf den zum Zeitpunkt der Antragsstellung ein Fahrzeug zugelassen ist, ist dabei antragsberechtigt. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine Privatperson oder ein Unternehmen handelt. Wesentlicher Punkt dabei ist im Grunde nur, dass das jeweilige Fahrzeug erst umgerüstet sein muss und die entsprechende Änderung im Fahrzeugschein festgehalten wurde. Erst dann ist die Antragsstellung möglich.

In das Förderprogramm für Rußpartikelfilter fallen verschiedene Fahrzeuge. Zum einen sind es Pkw mit Dieselmotoren, die bis einschließlich 31. Dezember 2006 erstmals zugelassen wurden. Auch Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 3,5 Tonnen, die dieselbetrieben und bis einschließlich 31. Dezember 2006 erstmals zugelassen wurden, sind zur Förderung berechtigt. Voraussetzung dabei ist, dass diese Fahrzeuggruppe zweckbestimmt ist, z.B. Montage- oder Lieferwagen). Zu guter Letzt sind es noch die leichten Nutzfahrzeuge bis zu 3,5 Tonnen und mit Dieselmotor, deren Rußpartikelfilter förderungsberechtigt sind, sofern sie bis einschließlich 16. Dezember 2006 erstmals zugelassen wurden.

Insbesondere die Regelung hinsichtlich des maximal zulässigen Gesamtgewichts von 3,5 Tonnen verärgert die Handwerkskammer Magdeburg. Denn gerade im Handwerk sind es eher die Fahrzeuge zwischen 3,5 Tonnen und 12 Tonnen, die eingesetzt werden und für die es keine Förderung gibt. Und auch die Umweltzone ist der Handwerkskammer ein Dorn im Auge. „Die Feinstaubwerte in Magdeburg haben sich nach einem Jahr Umweltzone nicht verbessert. Das bestätigt unsere kritische Einstellung zu der Thematik. Der Anteil des innerstädtischen Gewerbeverkehrs am Feinstaubaufkommen ist marginal, wir halten die Fahrverbote deshalb nach wie vor für unverhältnismäßig, sie schaden unseren Betrieben nur. Die Umweltzone muss dringend auf den Prüfstand“, sagt Peter Telloke, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Magdeburg.

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