Handwerk boomt 2011 im Oldenburger Land

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Trotz der Finanzkrise konnte sich das Handwerk im Oldenburger Land im vergangenen Jahr gut behaupten. Anstatt rückläufige Zahlen zu vermelden, kann die Handwerkskammer (HWK) Oldenburg stolz einen Aufschwung für das vergangene Jahr verzeichnen. Die HWK Oldenburg geht von einem Umsatzplus in den Handwerksbetrieben um 6,3 Prozent auf 5,96 Milliarden Euro aus. Das ist eine beachtliche Leistung in Anbetracht der angespannten Situation auf den Finanzmärkten.

Dass die Leistung des Handwerks im Oldenburger Land ganzheitlich sehr erfolgreich war in 2011 belegen die Zahlen deutlich. Dennoch gab es klare Gewinner in einzelnen Gewerken. So hat den Hauptanteil an der Umsatzsteigerung das Elektro- und Metallgewerbe mit 6,6 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. Mit 3450 Betrieben ist es darüber hinaus auch die größte Handwerksgruppe. Aber auch das Bau- und Ausbaugewerbe liegt weit vorn. Mit 9,1 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro erreichte dieser Branchenzweig die höchste Steigerung. Im Holzgewerbe lag die Steigerung des Umsatzes bei 6,0 Prozent auf 352 Millionen Euro. Der Gewerbezweig Glas, Papier, Sonstige schaffte 5,1 Prozent Steigerung auf 32 Millionen Euro. Lediglich kleine Zuwächse hat der Bereich Gesundheit und Körperpflege erfahren, mit 2,4 Prozent auf 260 Millionen Euro. Und auch das Nahrungsmittelgewerbe lag nur bei einem Plus von 1,0 Prozent auf 504 Millionen Euro.

Neben dem Umsatz stiegen auch die Beschäftigungszahlen in 2011 – um 1,6 Prozent auf 65.600 Mitarbeiter. Die beiden großen Bereiche Elektro und Metall (inkl. Kfz-Gewerbe) sowie das Bau- und Ausbaugewerbe hatten im Oldenburger Land mit jeweils 2,6 Prozent sehr positive Zuwächse. Im Elektro- und Metallgewerbe waren es 23.700 Beschäftigte, im Bau- und Ausbaugewerbe 13.100 Mitarbeiter.

Auch für das aktuelle Jahr 2012 geht die HWK Oldenburg von einer guten Entwicklung aus, denn die Auftragsbücher sind voll und die Betriebe suchen händeringend geeignete Fachkräfte. Dennoch bleibt man realistisch und erwartet ein wesentlich geringeres Wachstum als in 2011. Die HWK rechnet mit einem Plus von ein bis zwei Prozent. Weiterhin kritisch steht man der Energiewende gegenüber. Hier wünscht man sich eine positive Entscheidung der Bundesregierung, damit bundesweit eine erfolgreiche Energiewende umsetzbar ist.

Eine weitere Steigerung ist in der Zahl der Mitgliedsbetriebe bei der HWK zu verzeichnen. So nahm diese in 2011 um 1,6 Prozent auf 12.537 zu. Die größte Gruppe bildet mit etwa 8.200 Unternehmen (plus 2,1 Prozent) das zulassungspflichtige Handwerk. In dieser Sparte ist der Meistertitel oder eine gleichwertige Qualifikation die Voraussetzung für einen Start in die Selbstständigkeit.

Im Bereich des zulassungsfreien Handwerks gab es ein Plus von 3,0 Prozent auf 2.100 Betriebe. So erfreulich diese Entwicklung auch ist, so muss man auch bedenken, dass in diesem Bereich Betriebe tätig sind, die ihrerseits keine Lehrlinge ausbilden dürfen.

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