Ausbildung im Baugewerbe wieder gefragt

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Foto: KfW

Wie bereits schon in den vergangenen Wochen berichtet, ist die Bilanz der für das aktuelle Ausbildungsjahr geschlossenen Ausbildungsverträge durchweg positiv zu betrachten. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der neuen Lehrverträge sogar noch gestiegen, was sich bis zum Jahresende noch fortsetzen kann. Die Unternehmen erkennen immer öfter, dass die Investition in Ausbildung ein gutes Mittel ist, um dem vorherrschenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Seit Ende 2010 ist zu erkennen, dass trotz zunehmender konjunktureller Risiken die Entwicklung des positiven Ausbildungstrends im Baugewerbe auch im Herbst 2011 immer noch anhält. Zu Beginn des Ausbildungsjahres 2011/2012 haben die Betriebe des Baugewerbes bereits 9.900 neue Ausbildungsverträge geschlossen. Dies entspricht einem Plus von gut 10% im Vergleich zum letzten Jahr. Dabei ist auch zu erwähnen, dass bis zum Ende des Jahres 2011 noch weitere Abschlüsse folgen können, was eine übliche Entwicklung darstellt. Die Zahlen belegen, dass etwa 33.500 Nachwuchskräfte in über 50 Bauberufen ausgebildet werden.

Besonders erfreulich ist auch, dass die Baubranche in den letzten Jahren wieder zunehmend attraktiver für Schulabgänger geworden ist. Das ist heutzutage nicht selbstverständlich, denn der Wettbewerb unter den Branchen ist groß. Weil die Zahl der Schulabgänger jedes Jahr kleiner wird, ist der Kampf um diese Nachwuchskräfte umso größer. Unternehmen haben das ebenfalls erkannt und sind bestrebt, junge Menschen durch die Ausbildung an ihren Betrieb zu binden. Inzwischen ist die Ausbildung eine gutes Mittel, Fachkräfte zu entwickeln und sie langfristig ans eigene Unternehmen zu binden. Nur so kann dem Mangel an Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt entgegengewirkt werden, um auch weiterhin wirtschaftlich am Markt zu bestehen.

Eine weitere Entwicklung, die die Situation im Baugewerbe gut veranschaulicht, ist das Verhältnis zwischen arbeitslosen Baufacharbeitern und offenen gemeldeten Stellen. Während die Zahl der Arbeitslosen im Baugewerbe in diesem Jahr um 18% auf 29.420 Personen gesunken ist, stieg die Zahl der offenen Stellen um 8,4% auf etwa 10.000. Damit stehen einer offenen Stelle drei Fachkräfte gegenüber. Die Folge ist dabei, dass sich die Unternehmen dadurch gegenseitig die Fachkräfte abwerben. Auch hier ist die Investition in Auszubildende eine gute Alternative.

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