Baufachhandel setzt immer stärker auf Online-Vertrieb

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Foto: Roland Riethmüller

Auch in der Baubranche wächst der Einfluss der Digitalisierung. So hat eine aktuelle Umfrage ergeben, dass der Baufachhandel europaweit im Business-to-Business-Geschäft immer stärker auf den Online-Vertrieb setzt. Dabei ist nirgends der Trend so deutlich spürbar wie in den Niederlanden und Deutschland, wo bereits ein Großteil der Handwerker die gewünschten Produkte nicht nur im Geschäft kaufen sondern auch online bestellen kann.

Gerade die SHK-Branche hat sich lange über Onlineshops für Endkunden aufgeregt, da sie ihrer Meinung nach Transparenz schaffen und die Preise kaputt machen. Doch der Trend von E-Commerce im Baubereich ist nicht aufzuhalten und so haben viele Fachhändler selbst die Möglichkeit ergriffen. Wie das Rotterdamer Marktforschungsinsitut USP Marketing Consultancy in einer aktuellen Umfrage unter 627 SHK-Installateuren ermittelte, beobachteten europaweit über die Hälfte der befragten Handwerker, bei immer mehr Herstellern neben den klassischen Bezugswegen auch die Möglichkeiten zur Online-Bestellung nutzen zu können. In den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Deutschland bestätigen zwei Drittel der Befragten diesen Trend. In Polen sind es knapp über die Hälfte, in Großbritannien knapp unter 50 Prozent. Damit wird deutlich, dass der Online-Vertrieb längst zu einem festen Bestandteil der Geschäftsbeziehung zwischen Industrie und dem Fachhandwerk geworden ist.

In den Niederlanden und Deutschland ist der Onlineshop im Fachhandel fast vollständig etabliert

Noch offensichtlicher ist der Trend zum Online-Vertrieb beim traditionellen SHK-Großhandel zu bemerken. Das Schwesterunternehmen von BauInfoConsult ermittelte hier eine Akzeptanz deutlich über 50 Prozent. Spitzenreiter sind die Niederlanden mit 94 und Deutschland mit 84 Prozent. Selbst in Polen ist mit 58 Prozent und Großbritannien mit 60 Prozent der Online-Vertrieb im Fachhandel heute schon weit verbreitet.

Kunden fordern neben klassischen Bezugsquellen auch den Online-Vertrieb

Dies ist auch dringend nötig, denn der Online-Vertrieb hat sich bereits im privaten Umfeld vollständig etabliert und wird auch im Fachhandwerk nicht Halt machen. “Die Kunden haben sich in den letzten Jahren immer mehr daran gewöhnt, die Anbieter flexibel auf ihre individuellen Ansprüche eingehen. Das beobachten wir in allen Servicebereichen – auch bei den Bestellwegen wird ein Nebeneinander mehrerer Optionen in wenigen Jahren im gesamten B2B-Geschäft zu Standard gehören”, ist sich BauInfoConsult-Geschäftsführer Jan-Paul Schop sicher.

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