Erneut wurde in Deutschland der Preisatlas erfasst und die Stundensätze miteinander verglichen. Die Stundensätze im Handwerk sind demnach im zweiten Halbjahr des letzten Jahres wieder gestiegen. Rund die Hälfte der Betriebe hat einer aktuellen Studie nach ihre Preise erhöht. Je nach Gewerk fällt diese Erhöhung allerdings unterschiedlich aus. Der höchste Stundensatz liegt bei den Dachdeckern und Zimmerer. Maler, Gipser und Stuckateure haben den niedrigsten Stundensatz.
Bereits zum dritten Mal wurde der Preisatlas für die verschiedenen Gewerke im Bauhandwerk veröffentlicht. Im 2. Halbjahr 2023 lag demnach der Stundensatz bei den Meistern bei durchschnittlich netto 69 Euro, bei den Gesellen waren es 61 Euro. Befragt wurden 534 Unternehmen. An der Umfrage von OneQrew nahmen zum ersten Mal auch 80 Betriebe aus Österreich teil. Die Kosten für den Meister liegen hier bei 80 Euro und beim Gesellen bei 68 Euro pro Stunde. Rund die Hälfte der deutschen Betriebe haben folglich ihre Preise im Vergleich zur letzten Umfrage erhöht. Bei 48 Prozent der Befragten sind die Stundensätze gleich geblieben und bei einem Prozent sogar gesunken.
Unterschiedliche Erhöhung der Handwerkerpreise je Gewerk
Die Preiserhöhung unterscheiden sich nach Gewerk. Mehr als zwei Drittel der Maler, Gipser und Stuckateure haben den Stundensatz nach oben angepasst. Dachdecker und Zimmerer haben ebenfalls die Preise angeglichen. Dachdecker und Zimmerer haben den höchsten Stundensatz. Dieser liegt im Durchschnitt bei 68 Euro. Gleichauf liegt die SHK-Branche mit 65 Euro pro Stunde. Günstiger sieht die Elektrotechnik aus. Hier liegt der Stundensatz bei 64 Euro. Tischler und Schreiner kommen auf Stundensätze von 63 Euro. Mit 62 Euro sind die Stundensätze bei Maler, Gipser und Stuckateure am günstigsten.
Das teuerste Bundesland ist Hamburg
Die höchsten Handwerkerstunden liegen in den Ballungszentren und den alten Bundesländern. Spitzenreiter ist Hamburg. Hier werden 75 Euro Stundensätze bezahlt. Bei den Gesellen liegt der Stundensatz bei 67 Euro. Sachsen ist das günstigste Bundesland. Die Stundensätze liegen hier bei 53 Euro für den Meister und 46 Euro bei den Gesellen. Dabei zeigt sich wieder einmal mehr das Gefälle zwischen den alten und neuen Bundesländern. Im Osten liegen die Stundensätze 14 Prozent unter denen aus dem Westen. Aufgrund des Mangels an Fachkräften steigen allerdings die Preise. Gut ausgebildete Mitarbeiter sind zwar die Profiteure davon, doch die steigenden Kosten gehen auch zulasten der Auftraggeber. Nur eine Steigerung der Produktivität kann das ändern. Der Schlüssel darin liegt im Einsatz von moderner Technologie.

















