Bauwirtschaft bietet Vorarbeitern und Polieren neue Aufstiegsfortbildung

Jennifer Brandt | 09.07.2012
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Foto: Soka-Bau

Die Bauwirtschaft wurde innerhalb der letzten Jahre immer attraktiver und präsentiert sich als sehr zukunftsorientierte Branche. Die Betriebe der Bauwirtschaft bieten ihren Beschäftigten gute Karrierechancen und ermöglichen auch Auszubildenden nach erfolgreich bestandener Prüfung, die Weiterbeschäftigung im Betrieb. Damit ist die Branche sehr beständig. Um aber auch in Zukunft noch mehr Fachkräfte zu gewinnen und halten, wurde die „Aufstiegsfortbildung der Bauwirtschaft – Vorarbeiter, Werkpolier, Geprüfter Polier“ überarbeitet.

Die Bauwirtschaft erfreut sich zwar an immer mehr Beliebtheit, dennoch ruht sie sich darauf keineswegs aus. Im Gegenteil, sie tut einiges, um ihre Fachkräfte zu gewinnen und vor allem zu halten. In diesem Rahmen haben sich kürzlich auch der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB), der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) darum gekümmert, die „Aufstiegsfortbildung der Bauwirtschaft – Vorarbeiter, Werkpolier, Geprüfter Polier“ zu überarbeiten. Dabei hat man die gestiegenen Ansprüche der Branche an die Qualifikationen des Baumanagements in den Bereichen Baubetrieb, Bautechnik, berufs- und arbeitspädagogische Qualifikation sowie Mitarbeiterführung und Personalmanagement Rechnung getragen. Mit dieser Überarbeitung ist es den Tarifvertragsparteien erstmals gelungen, ein bundeseinheitlich geregeltes Aufstiegsfortbildungssystem zu entwickeln, das für den gewerblich-technischen Führungskräftenachwuchs ausgelegt ist.

Ziel der bundeseinheitlichen Regelung der Qualifikationen „Vorarbeiter“ und „Werkpolier“ soll die Erhöhung der Qualität der Aufstiegsfortbildung in der Bauwirtschaft sein. Gleichzeitig soll sie zu mehr Transparenz und Durchlässigkeit im Baumanagement führen. Durch die Aufstiegschancen vom Gesellen bzw. Facharbeiter hin zum Geprüften Polier und Meister in Handwerk und Industrie, soll die Baubranche noch attraktiver werden.

Die einzelnen Voraussetzungen für die Qualifikation zum „Vorarbeiter“, „Werkpolier“ und „Geprüfter Polier“ sind inhaltlich aufeinander abgestimmt. Nicht so die Prüfungsteile Baubetrieb, Bautechnik, Mitarbeiterführung und Personalmanagement. Diese sind für jede Qualifikation unterschiedlich stark ausgeprägt, weshalb sie auch ein ganz neues System bilden. Die Vorarbeiterprüfung wird zurzeit in 16 Spezialqualifikationen, die Werkpolierprüfung in 12 angeboten.

Zusammengefasst lassen sich folgende Neuerungen im überarbeiteten System erkennen:  der Aufbau der Prüfungsordnung, veränderte Zulassungsvoraussetzungen, die Prüfungsformen sowie die Anwendung des Prinzips der Handlungsorientierung. Dennoch wird die komplette „Aufstiegsfortbildung der Bauwirtschaft – Vorarbeiter, Werkpolier, Geprüfter Polier“ für alle flexibler und durchsichtiger.

Zur Vereinheitlichung gehört, dass die bisher länderspezifischen Prüfungsordnungen für den Vorarbeiter und den Werkpolier nun durch eine bundeseinheitliche, auf Grundlage der Vereinbarung zwischen den Tarifvertragsparteien, ersetzt wird. Des Weiteren bestehen Durchführungsregelungen für die Prüfungen und Empfehlungen zur Durchführung von Vorbereitungslehrgängen. Die neue Prüfungsordnung trat zum 1. Juli 2012 in Kraft.

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