Corona und Hausbau – Was bedeutet der zweite Lockdown?

Corona und Hausbau - Was bedeutet der zweite Lockdown?
Foto: Roland Riethmüller

Deutschland befindet sich auch weiterhin im Lockdown. Bisher hat die Baubranche den ersten Lockdown gut überstanden. Doch wie wirkt sich der zweite Lockdown auf den Hausbau aus? Eins steht bereits fest: Dieser Lockdown trifft nun auch die Heimwerker, denn die Baumärkte haben ebenfalls geschlossen. Es bleibt nur noch der Online-Handel, um sich mit Werkzeug oder anderen Dingen für den Bau ausstatten zu können.

Was im Frühjahr 2020 befürchtet wurde, ist zum Ende des Jahres eingetreten. Die zweite Corona-Welle hat Deutschland schwer getroffen und zu einem neuen Lockdown geführt. Schulen, Kindergärten und der Einzelhandel mussten schließen. Doch der Immobilienmarkt strotzte der Pandemie. Die Zinsen sanken und die Baupreise und Mieten stiegen an, wenn auch weniger als Anfang 2020. Besonders die Hausbaufirmen konnten sich sogar über einen positiven Corona-Effekt freuen. Die Nachfrage nach einem Eigenheim stieg, zumal zu den Corona-Maßnahmen auch Ausgangsbeschränkungen gehören. Viele haben aus diesem Grund den Vorteil eines Eigenheims für sich erkannt.

Welche Auswirkungen hat der zweite Lockdown auf die Branche?

Ob der zweite Lockdown Auswirkungen auf die Branche hat, kann bisher noch nicht endgültig bestätigt werden. Der Grund liegt in den Betriebsferien zwischen Weihnachten und Neujahr. Deshalb ruhten auch die Arbeiten auf vielen Baustellen. Doch wie geht es weiter? „Der Hausbau wird auch im zweiten Lockdown weitergehen”, erklärt Jürgen Dawo, der Gründer von Town & Country Haus. “Mit Verzögerungen oder Baustopps ist momentan nicht zu rechnen“. Besonders getroffen hat es diesmal die Heimwerker, weil die Baumärkte für private Kunden geschlossen sind. Der Online-Handel bietet zwar Abhilfe, aber aufgrund der hohen Nachfrage muss mit langen Lieferzeiten gerechnet werden.

Was denken die Menschen über den Hausbau?

Das unabhängige Hausbauportal Musterhaus.net hat eine Blitzumfrage in Auftrag gegeben. Geklärt werden sollte, wie die Menschen zum Eigenheim stehen und wie sie ihren Traum dahin gehend realisiert haben. Die Befragung wurde durch das Marktforschungsinstitut YouGov durchgeführt. Zwischen dem 12.12.2020 und dem 14.12.2020 wurden 2.029 Personen befragt. Dabei kam heraus, dass rund vier Millionen Deutsche konkrete Bauabsichten haben. Circa 38 Prozent der Befragten gaben an, derzeit kein Interesse an Bauvorhaben zu haben. Bei 15 Prozent der Befragten fehlen die finanziellen Mittel für einen Hausbau. Drei Prozent erklärten, sich lieber eine Bestandsimmobilie kaufen zu wollen. Zutage kam aber auch, dass jede dritte Baufamilie ihre Pläne wegen Corona verschieben würde. Überraschend ist, dass trotz der Krise zwei Drittel der Befragten mit dem Bau eines Hauses beschäftigt sind. Jeder Fünfte besorgt sich Angebote zur Baufinanzierung und jeder Zehnte ist noch auf der Suche nach einer passenden Baufirma. Für den Fertighausbau sind das sehr positive Nachrichten.

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