Dachdecker kämpfen gegen Vorurteile

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Foto: KfW-Bildarchiv / Fotograf: Thomas Klewar

Auch Dachdecker werden händeringend gesucht. Daher ist es um so wichtiger, mit den bekanntesten Vorurteilen aufzuräumen. Gerade junge Leute haben sich oft ihre Meinung von dem Handwerksberuf gebildet und unterschätzen die Vielfältigkeit hinsichtlich der Materialauswahl, der Tätigkeiten und der Karrieremöglichkeiten. Auch das Risiko und die Unkenntnis über die Absicherung im Winter sind oft Hindernisse für den Nachwuchs.

Immer wieder werden Dachdecker mit Vorurteilen konfrontiert. Das erstaunt um so mehr, da das Handwerk zu einem der vielseitigsten gehört. Denn der Dachdecker ist schon lange kein „Ziegelaufleger“ mehr, sondern kümmert sich um sehr umfangreiche Aufgabengebiete. So gehören dieThemen Energieeffizienz und Erneuerbare Energien ebenso dazu wie spezielle Fertigkeiten in der Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik.

Zu den zehn wichtigsten Vorurteilen gehören:

1. Dachdecker fungiert bloß als Ziegelaufleger

Natürlich werden immer noch viele Dächer mit Dachziegeln gedeckt, doch gehören Holz, Metall, Bitumen und Kunststoff ebenfalls zum vielfältigen Repertoire der Materialien zur Dachdeckung.

2. Dachdecker machen nichts anderes als Dächer zu decken

Auch dieses Vorurteil stimmt natürlich nicht. Neben der Beratung der Bauherren zu Sanierungsmaßnahmen an denkmalgeschützten Gebäuden, müssen Dachdecker heute ebenfalls in der Lage sein, eine Solaranlage zu montieren.

3. Dachdecker können leicht vom Dach fallen

Das Sturzrisiko ist natürlich vorhanden. Aufgrund äußerst hoher Sicherheitsstandards und umsichtigen Verhaltens leben Dachdecker jedoch sicherer als zum Beispiel Profi-Fußballer.

4. Dachdecker kann jeder werden

Wer fleißig ist, kann natürlich Dachdecker werden. Es gehört jedoch ebenfalls eine gewissen körperliche Fitness und Intellekt dazu. So sind für die Berechnung des Materialbedarfs und die Zusammenstellung der Maßnahmen zur Wärmedämmung vor allem gute Mathematik-Kenntnisse notwendig. Auch die Fähigkeit zur Be- und Verarbeitung der vielfältigen Materialien in schwindelerregender Höhe ist nicht jedermanns Sache.

5. Dachdecker ist kein Beruf mit Zukunft

Da erst rund 20 Prozent der Dächer in Deutschland energetisch auf dem neuesten Stand sind, kann man sich den Bedarf für weitere Modernisierungsmaßnahmen leicht ausrechnen. Außerdem werden Dachdecker benötigen, solange man Häuser baut.

6. Dachdecker lernen nicht hinzu

Auch dies stimmt so natürlich nicht. Denn gerade innerhalb der letzten Jahre sind etliche Weiterentwicklungen in der Haustechnik passiert. Sowohl Solaranlagen oder Wasseraufbereitsanlagen als auch per Smartphone-App steuerbare Dachfenster sind Erfindungen der Neuzeit.

7. Dachdecker sind im Winter arbeitslos

Wenn Schnee liegt, können natürlich keine Dächer gedeckt werden. Doch wer entfernt den Schnee vom Dach? Darüber hinaus führen Dachdecker nicht selten auch Trockenbauarbeiten im Dachgeschoß oder kleinere Reparaturen nach Unwettern aus. Sollte dann aufgrund widriger Wetterbedingungen für den Dachdecker tatsächlich mal keine Arbeit anstehen, so werden ihre Löhne durch die Sozialkasse des Dachdeckerhandwerks ausgezahlt.

8. Dachdecker-Jobs sind rar

Bei 60.000 Arbeitnehmern in Deutschland ist diese Aussage sehr relativ.

9. Dachdecker können den Arbeitgeber nicht wechseln

Da Dachdecker aktuell sehr stark nachgefragt sind, besteht wohl eher wenig Grund zum Wechseln. Sollte dennoch Bedarf sein, so können Kandidaten zwischen rund 12.000 Dachdeckerbetrieben in Deutschland auswählen.

10. Dachdecker können maximal Meister werden

Der Meisterbrief ist in der Tat der höchste Abschluss im Dachdeckerhandwerk. Doch mit dem Meisterbrief besteht die Möglichkeit, einen eigenen Betrieb aufzumachen oder eine Betriebsleitung zu übernehmen, sowie möglicherweise ein Fachhochschulstudium anzuhängen.

Nähere Infos zum Dachdeckerhandwerk:
http://www.DachdeckerDeinBeruf.de

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