Dachdecker freuen sich über mehr Auszubildende

Dachdecker freuen sich über mehr Auszubildende
Foto: Roland Riethmüller

Das Dachdeckerhandwerk freut sich auch in diesem Jahr über weiter gestiegene Ausbildungszahlen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Gesamtzahl um knapp sieben Prozent auf über 7.000 Auszubildende gestiegen. Begründet sind die Zahlen durch die Nachwuchsaktionen auf Messen, in sozialen Netzwerken und in Schulen. Besonders hervorzuheben ist auch der Anstieg an jungen Frauen, die eine Dachdeckerlehre begonnen haben.

Zurzeit gibt es laut den Angaben des Zentralverbandes des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) in Deutschland 7.228 Dachdeckerauszubildende. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es nur 6.767 junge Leute, die eine Lehre zum Dachdecker absolvierten. Das ist ein Plus von 6,81 Prozent. Eine positive Entwicklung machte auch der Anteil an weiblichen Lehrlingen. Im letzten Jahr waren es 116 junge Frauen, die sich für eine solche Ausbildung angemeldet hatten. Jetzt sind es 147 Frauen. Das ist ein Plus von 26,7 Prozent.

Deutliche Zuwächse, doch leider auch etwas Enttäuschung

Es gibt jedoch einen kleinen Wermutstropfen. So liegt der Gesamtanteil der Frauen, die eine Ausbildung zum Dachdecker ausüben, leider nur noch bei geringen 2,03 Prozent. Das ist bedauerlich, erfordert das Dachdeckerhandwerk durch die Kräne und Aufzüge und durch die Digitalisierung weniger Muskelkraft als früher. Außerdem ist der Sicherheitsstandard in diesem Beruf sehr hoch. Auf der Fachmesse Dach + Holz war das Thema Sicherheit daher auch sehr wichtig. Zahlreiche Neuerungen wurden vorgestellt, zum Beispiel eine Gefährdungsanalyse auf Baustellen durch virtuelle Brillen.

Dachdecker sind auch Klimaschützer

Der Anstieg an Auszubildende ist auf die gute Nachwuchsarbeit in Schulen, sozialen Netzwerken und Messen zurückzuführen. Umso glücklicher ist man, dass man mit diesen guten Ausbildungszahlen in Konkurrenz zu anderen Berufen steht, die auch Nachwuchs suchen. Ein großer Vorteil ist die Vielseitigkeit des Dachdeckerhandwerks. Außerdem können sich Dachdecker auch als Klimaschützer einen Namen machen. Das geschieht zum Beispiel durch das Dämmen von Dächern und Fassaden, den Einbau von Photovoltaik- oder Solaranlagen oder das Planen von Gründächern. Ebenso häufiger gefragt ist auch die Beratungsleistung, die ein Dachdecker bringen muss. Das ist besonders bei den energetischen Maßnahmen der Fall, die zurzeit massiv gefördert werden. Viele sind bereits als Energieberater eine wertvolle Unterstützung im Dschungel der Fördermittel. Viele Hauseigentümer finden sich darin nicht zurecht und nehmen gerne die Beratertätigkeit des Dachdeckers in Anspruch. Das sind alles Gründe, die diesen Beruf so interessant für junge Leute macht.

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