Deutscher Hochbau legt kräftig zu

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Foto: Roland Riethmüller

Der deutsche Hochbau profitiert auch 2014 erneut von den günstigen Rahmenbedingungen eines florierenden Wohnungsbaus. So rechnet die Unternehmensberatung OC&C Strategy Consultants mit einem Wachstum von 2,7 Prozent in diesem Jahr. Starken Einfluss haben demnach weniger das Renovierungsgeschäfts als viel mehr Neubauten, zu denen auch die durch den strengen Winter 2012/13 aufgeschobenen Bauvorhaben gehören.

Bereits 2013 hatte sich die Situation im deutschen Hochbau entspannt und ist volumentechnisch um 0,4 Prozent auf 214,4 Mrd. Euro angestiegen. Für 2014 prognostiziert nun die internationale Unternehmensberatung OC&C eine Fortsetzung des Trends und ein deutliches Wachstum von 2,7 Prozent für den deutschen Hochbau. Dies ist vor allem dem florierenden Wohnungsbau geschuldet, der auf der einen Seite durch die wachsende Urbanisierung und weiter steigende Miet- und Kaufpreise bedingt wird. Doch auch die anhaltend niedrigen Zinskonditionen, die im Allgemeinen sicheren Arbeitsplätze und die stabilen Einkommen tragen dazu bei, dass der Wohnungsbau 2014 um 2,8 Prozent steigen wird. Doch auch im Nicht-Wohnungsbau wird mit einem weiteren Anstieg von 2,4 Prozent gerechnet. Einen wesentlichen Einfluss haben hier vor allem die Bauvorhaben, die aufgrund des strengen Winters 2012/13 nicht umgesetzt werden konnten. Da dieser Effekt in den nächsten zwei Jahren das Ergebnis nicht mehr positiv beeinflussen wird, rechnen die Unternehmensberater nur noch mit einem weiteren Anstieg um 1,1 und 0,5 Prozent für 2015 und 2016. Der durchschnittliche Anstieg vom Neubauvolumen im Deutschen Hochbau zwischen 2013 und 2016 wird mit 2,5 Prozent angenommen, während das Renovierungsgeschäft mit nur 0,7 Prozent eher gesättigt erscheint.

Betrachtet man den Wohnungsbau genauer, so ist hier von einem durchschnittlichen Anstieg in den kommenden Jahren von 1,9 Prozent im gewerblichen und 1,5 Prozent im privaten Wohnungsbau auszugehen. Gerade das Neubaugeschäft wird sich mit einem Wachstum von 3,5 Prozent gut entwickeln, wogegen Renovierungen mit einem minimalem Anstieg in Höhe von 0,8 Prozent eher stagnieren. Günstige Konditionen in der Baufinanzierung spielen hier ebenso eine Rolle wie die Tatsache, dass immer mehr Sparer auf das sogenannte „Betongold“ setzen. So geben laut Statistischem Bundesamt 54 Prozent der Sparer das Eigenheim als Motivation an, was einem Anstieg von acht Prozent zum Vorjahr bedeutet.

Im Nichtwohnungsbau liegt der prognostizierte Anstieg im Hochbau bei durchschnittlich 1,5 Prozent. Kurzfristig kann im öffentlichen Bau auch der Fluthilfefonds zur Beseitigung der Schäden des Elbehochwassers positive Effekte haben, wobei wahrscheinlich die meisten Gelder in den Tiefbau investiert werden. Doch auch höhere Steuereinnahmen und die steigende Notwendigkeit in lange zurückgehaltene Investitionen in die Infrastruktur könnte die Entwicklung im Wirtschaftsbau weiter positiv beeinflussen. So geht die Studie von OC&C von einem durchschnittlichen Wachstum von 1,1 Prozent in den nächsten Jahren aus.

Mittelfristig kann man davon ausgehen, dass der deutsche Hochbau ein gesättigter Markt in einem gut entwickelten Industrieland ist. „Wir gehen davon aus, dass sich die Bauwirtschaft in ihrer Entwicklung tendenziell der gesamtwirtschaftlichen Situation folgen wird. Das Volumen wird sich innerhalb eines Korridors von 200-230 Mrd. Euro zu Preisen von 2005 einpendeln“, kommentieren Axel Schäfer und Dr. Björn Reineke von der Frankfurter Unternehmensberatung die Entwicklung vom deutschen Hochbau.

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