Dramatischer Absturz vom Rohbau des Walldorf Astoria in Berlin

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Bild © Spreesurfer

Ein Basejumper ist vom Dach des 120 Meter hohen Rohbaus gesprungen, der zurzeit von der deutschen Alpine Bau AG erstellt wird. Statt sanft zur Erde zu gleiten, prallte der 30-Jährige in Höhe des sechsten Stockwerks in ein benachbartes Bürogebäude und stürzte jäh ab. Auf dem Gehweg auf der anderen Straßenseite wurde der Verletzte von einem Wachmann entdeckt. Wie dem Basejumper das Eindringen auf die Großbaustelle gelang, ist aktuell noch unbekannt.

Die Alpine Bau Deutschland AG ist ein Unternehmen der Alpine Bau GmbH mit Sitz in Salzburg. Seit 2006 ist der Alpine Konzern im mehrheitlichen Besitz des spanischen, börsennotierten Baudienstleistungsunternehmens FCC (Fomento de Construcciones y Contratas S.A.). Alpine ist als Generalunternehmer für den schlüsselfertigen Ausbau des spektakulären Großprojekts „Zoofenster“ verantwortlich. Der Mittelpunkt des neuen Gebäudes ist das Hotel Waldorf Astoria, ein Fünf-Sterne-Plus-Hotel, mit 232 Zimmern und Suiten auf 15 Etagen. Neben dem Hotel entstehen vom 16. bis zum 21. Geschoss rund 7.000 qm Büroflächen zur Vermietung.

Auf der einst hässlichsten und zugleich prominentesten Fläche der City West entsteht das neue Luxushotel der Kategorie Fünf-Sterne-Plus. Das Waldorf Astoria Berlin, mit dem berühmten Mutterhaus in New York, wird voraussichtlich Ende 2011 seine Tore öffnen. Das Projekt wuchs in Rekordzeit, denn über 300 Arbeiter formten 32.500 Kubikmeter Beton und 6.000 Tonnen Stahl in nur 506 Tagen zum Rohbau, von dem sich nun der Basejumper in die Tiefe stürzte. „Die zentrale Lage der Baustelle hat uns vor große logistische Herausforderungen gestellt. Unsere Mitarbeiter und alle Partner haben gemeinsam diese Aufgaben hervorragend gelöst. Dies war die Basis für die Erstellung eines Stockwerks pro Woche. Wir freuen uns, ein weiteres bedeutendes Gebäude als zukünftiges Wahrzeichen Berlins zu errichten“, sagt Karsten Hell, Vorstandsvorsitzender der Alpine Bau Deutschland AG.

Etwa 180 Millionen Euro fließen in das Gesamtprojekt „Zoofenster“. In dem Hochhaus entstehen neben dem Hotel auch Lofts, Büros, ein Wellnessbereich und Geschäfte. Investor ist das Unternehmen Harvest aus Abu Dhabi, entwickelt wird das Projekt von Swan Operations mit gleichem Sitz. Der Entwurf stammt von dem Frankfurter Architekten Christoph Mäckler. Der Neubau besteht aus Naturstein und Glas. Nur der obere Teil, der dem Hochhaus den Namen „Zoofenster“ gibt, ist auf der einen Seite komplett verglast. Die Glas-Silhouette soll künftig auch nachts beleuchtet sein.

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