Fachkräftemangel eindämmen – serielles Bauen als Chance

Fachkräftemangel eindämmen - serielles Bauen als Chance
Foto: Roland Riethmüller

Verkürzte und vereinfachte Prozesse bei der Planung sowie die Standardisierung von Produkten könnten ein Meilenstein bei der Bewältigung des Fachkräftemangels sein. Das ist das Ergebnis der Zusatzfrage “Serielles Bauen” aus dem aktuellen SHK-Konjunkturbarometer. Große Auswirkungen soll das serielle Planen besonders in den Bereichen Lüftung, Sanitärinstallation und -keramik sowie Heiztechnik haben. Bei der Befragung wurde insgesamt zwischen dem seriellen Bauen und der seriellen Planung unterschieden.

Eine Standardisierung von Produkten sowie verkürzte und vereinfachte Planungsprozesse bei seriellen Baumaßnahmen könnten als Lösungswege gegen den aktuellen und zukünftigen Fachkräftemangel dienen. Das ergab das SHK-Konjunkturbarometer, das quartalsweise vom VdZ (Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie) und VDS (Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft) veröffentlicht wird. Über 70 Prozent der befragten Unternehmen gaben demnach in der Zusatzfrage „Serielles Bauen“ an, dass eben darin die Lösung für die zukünftigen Personalprobleme zu finden sei. Eine große Chance liege laut der befragten Hersteller und Großhändler auch bei der entsprechenden Behandlung der Prozesse und Produkte. Besondere Auswirkungen dürfte das insbesondere auf die Bereiche Lüftung, Sanitärinstallation und -keramik sowie auf die Heiztechnik haben.

Serielles Bauen hilft gegen Fachkräftemangel

Unterschieden wurde bei der Befragung zwischen dem seriellen Bauen und der seriellen Planung. Standardisierte Grundrisse und Typenhäuser fallen unter serielles Bauen, die Vorfertigung von Wand- und Deckenelementen gehören zur seriellen Ausführung. Trotz großer Unsicherheiten lag das Geschäftsklima der SHK-Branche im dritten Quartal im positiven Bereich. Für das kommende Kalendervierteljahr haben sich die Erwartungen jedoch deutlich eingetrübt. So ist das Marktumfeld in der deutschen Bauwirtschaft geprägt von Unsicherheiten. Die steigenden Zinsen zeigen Auswirkungen auf den Neubaubereich. Die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit und die drastisch gestiegenen Energiekosten haben dazu geführt, dass Projekte im Sanierungsbereich aufgeschoben werden. Gleichzeitig sehen sich die Industrieunternehmen, Großhändler und installierenden Betriebe in der Haus- und Gebäudetechnik wegen der steigenden Energiekosten vor große Probleme gestellt.

SHK-Konjunktur trübt sich ein

Nachdem das Geschäftsklima im dritten Quartal 2021 einen Höchststand erreicht hatte, zeigt sich nun ein stetiger Rückgang. Trotz der Unsicherheiten liegt das Geschäftsklima im dritten Quartal dieses Jahres immer noch bei plus 25. Mit plus 56 wird die aktuelle Geschäftslage noch als positiv eingeschätzt. Zurzeit ist der Auftragsbestand noch hoch. Die Rückgänge im Neubau werden erst für das Jahr 2023 erwartet. Entsprechend schlecht sind die Erwartungen für das nächste Quartal. Trotzdem wird das Geschäftsklima gegenüber des Jahresanfangs immer noch als positiv erachtet, ganz im Gegensatz zum ifo-Geschäftsklima bei der gewerblichen Wirtschaft.

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