Höherer Meister-BaföG im Gespräch

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Foto: Roland Riethmüller

Der Fachkräftemangel ist und bleibt ein großes Thema im deutschen Handwerk. Dabei sind es vor allem auch die Unternehmensnachfolgen, die immer schwerer zu vermitteln sind. Zumeist ist es noch nicht einmal so, dass es am Nachwuchs selbst mangelt. Immer öfter können potentielle Interessenten schlichtweg die hohen Kosten für die Meisterprüfung nicht aufbringen, welche immer noch Voraussetzung für eine Unternehmensführung im Handwerk ist. Eine aktuell geplante Erhöhung vom Meister-BaföG seitens der Bundesregierung wäre also durchaus zu begrüßen.

Wer einen Handwerksbetrieb übernehmen möchte, der benötigt bekanntermaßen zuallererst einmal einen Meistertitel. Diesen zu erhalten, mag natürlich nicht das eigentliche Problem sein, doch sich die Kosten dafür zu leisten zu können, leider immer öfter. Zwar bekommen Meisterschüler, wie Studenten auch, die Möglichkeit zur Beantragung von BaföG. Jedoch liegt der ihnen zur Verfügung gestellte Betrag weit unter dem, den Studenten eines akademischen Titels bekommen. Um sich dies einmal zu verdeutlichen, sei zu beachten, dass der Darlehenserlass von Meisterschülerinnen und -schülern nach erfolgreich abgeschlossener Prüfung zurzeit gerade einmal bei 25 Prozent liegt.

Dabei ist also absolut zu begrüßen, dass die CDU/CSU-Fraktion aktuell über eine Erhöhung dieses Satzes für den Meister-BaföG auf zukünftig 40 Prozent nachdenkt. Nicht nur, dass Meisteranwärterinnen und -anwärter damit am Ende mehr Geld in der Tasche haben, sie würden auch wieder ein Stück mehr mit Studenten akademischer Titel gleichgestellt werden. Letztlich kann es nicht sein, dass man zwischen beruflichen und akademischen Bildungsweg Unterschiede macht und mit eine Art Zweiklassengesellschaft fördert. Wer etwas für seine Bildung tut und damit auch einen wertvollen Beitrag für die Wirtschaft leistet, der sollte auch gleichwertig dafür belohnt werden.

Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), bestätigt daher die Planung der Politik: „Das ist ein positiver Anreiz für den Führungsnachwuchs im Handwerk! Der Start in eine Karriere als Unternehmer oder Führungskraft im Handwerk wird durch die geplanten finanziellen Entlastungen erleichtert.“

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