Meister-Bafög im Handwerk als Hilfestellung für Selbstständigkeit

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Foto: S. Hofschlaeger / pixelio.de

Unsere Gesellschaft wird inzwischen immer mehr von Leistung bestimmt. Umso wichtiger ist es daher auch, sich stets weiterzuentwickeln und beruflich fortzubilden. Natürlich bedeutet eine berufliche Weiterbildung immer auch eine Investition für denjenigen, der sich für eine solche Maßnahme entscheidet. Zumindest bei dem entstehenden finanziellen Aufwand greift der Staat dem Absolventen unter die Arme, durch Meister-Bafög. So ist auch der Weg in die Selbstständigkeit ein wenig leichter.

In den letzten Jahren entscheiden sich immer mehr Menschen für die Selbstständigkeit. Insbesondere im Handwerk gilt für viele der Meister noch als wichtigste Voraussetzung. Zwar besteht seit dem Jahr 2004 – seit der Novellierung der Handwerksordnung –  die Meisterpflicht nicht mehr, dennoch reißt die Zahl der Meister-Absolventen nicht ab. Der Mehrheit der Meister-Anwärter verstehen den Meistertitel immer noch als Gütesiegel.

Der Weg zum Meistertitel bedeutet selbstverständlich nicht nur harte Arbeit, sondern auch einen erheblichen finanziellen Aufwand. Um diesen etwas zu minimieren, besteht die Möglichkeit, beim Staat einen Meister-Bafög zu beantragen. Bei der Handwerkskammer Dresden haben seit dem Jahr 1996 7.500 Gesellinnen und Gesellen einen Antrag auf Unterstützung nach Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz beantragt, davon wurden mehr als 90 Prozent bewilligt. Neben der positiven Bilanz der Anträge, stiegen auch die Bewilligungsbescheide seit dem Jahr 1996 an – von 649 Bewilligungen auf 1.687 Bewilligungen im Jahr 2011.

Die Motivation der Meisterschüler liegt in der Regel bei ihnen selbst. Jeder stellt sich freiwillig dem Wiedereintritt in ein gewisses Schulleben, mit dem Ziel, sich nach erfolgreichem Bestehen selbstständig zu machen. Immerhin ist der Meisterbrief nicht nur ein europäisches Gütesiegel, sondern seit einem Jahr, gemäß Deutschem Qualifikationsrahmen,  auch gleichwertig mit dem Bachelor.

Grundsätzlich ist das Meister-Bafög eine Kombination aus Zuschuss und Darlehen – 30,5 Prozent werden als Zuschuss gezahlt, die Differenz als Darlehen. Die maximale Förderung liegt bei 10.226 Euro.

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