Hohe Schäden: viele Photovoltaik-Anlagen falsch montiert

Foto: anatoliy_gleb / envatoelements

Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass beim Einbau von Photovoltaik-Anlagen vieles falsch gemacht werden kann. Dadurch kann nicht nur eine Immobilie langfristig beschädigt, sondern vor allem auch die Leistung beeinträchtigt werden. Anhand von Beispielen werden die Auswirkungen unsachgemäßer Installationen dargestellt. Diese reichen von beschädigten Dachkonstruktionen nach dem Einbau einer PV-Anlage über missachtete Abstandsregeln bis hin zu fehlender Regensicherheit. Das verdeutlicht die hohe Bedeutung der fachgerechten Montage.

Beim Einbau von Photovoltaik-Anlagen werden viele Fehler gemacht. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die der Bauherren-Schutzbund (BSB) in Auftrag gegeben hat. Anhand von Praxisbeispielen wird verdeutlicht, dass nicht nur die Leistung beeinträchtigt wird, sondern dass bei einer unsachgemäßen Montage an der Anlage und an der Immobilie erhebliche Schäden entstehen können. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass eine solche Anlage nur von Fachkräften eingebaut werden sollte. Von einer Selbstinstallation wird dringend abgeraten, da es auch zu gesundheitlichen Schäden kommen kann.

Fehlerhafte Stromerträge durch fehlerhafte Planung

Im Beispiel sollte eine Aufdach-Photovoltaik-Anlage eine Wärmepumpe unterstützen. Der Eigentümer stellte im Winter jedoch fest, dass der Stromverbrauch der Wärmepumpe höher war, als geplant. Die Ursache war, dass eine Baumreihe nicht berücksichtigt wurde, die zu einer Verschattung führte. Die geringere Sonneneinstrahlung führte zu niedrigeren Stromerträgen als geplant. Zur Leistungssteigerung wurden zusätzliche PV-Module installiert. Die zusätzlichen Kosten liegen bei 2.500 Euro, die vom Fachplaner gezahlt werden musse. Um solche Probleme zu vermeiden, sollte gründlich geplant werden und die örtlichen Gegebenheiten beachtet werden.

Beschädigte Dachkonstruktion durch mangelnde Abstimmung

Zu den weiteren Schäden, die gemeldet wurden, gehört die beschädigte Dachkonstruktion. Nach einem Starkregen wurde auf dem Dach eines Einfamilienhauses eine Photovoltaik Anlage installiert. Obwohl bei der Überprüfung keine Schäden festgestellt wurden, kam es bei zahlreichen Dachziegeln zu Rissen und Abbrüchen. Die Ursache war ein unsachgemäßes Ausfräsen bei den Aussparungen für die Dachhaken. Diese Dauerbelastung führte zu den Rissen und Abbrüchen bei den Dachziegeln. Der Schaden belief sich auf 22.000 Euro. Nur durch eine sorgfältige Abstimmung zwischen den Gewerken kann so etwas vermieden werden.

Defekte Kabel und missachtete Abstandsregeln

Missachtete Abstandsregeln und defekte Kabel sorgten hier für einen Brand, der auf andere Dächer übergriff. Der Grund für diesen Brand an der Photovoltaik-Anlage war ein defektes Gleichstromkabel und die Missachtung der Abstandsregelung. Die komplette Photovoltaik Anlage musste ausgetauscht werden. Der Gesamtschaden beläuft sich auf 30.000 Euro. Hier zeigt sich einmal mehr, dass solche Arbeiten an Photovoltaik-Anlagen nur von einem Fachbetrieb unter Beachtung aller Bauvorschriften ausgeführt werden sollten.

Dachdecker haftet für fehlende Regensicherheit

Ein weiterer Grund für einen großen Schaden ist eine mangelnde Regensicherheit. Denn im Beispielsfall wurde nach einem Jahr das Dach feucht. Ursache waren falsch gesetzte Schraublöcher, durch die Feuchtigkeit drang. Hier lag die Schadenssumme bei 55.000 Euro. Die Verantwortung für diesen Schaden trägt die Dachdeckerfirma.

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