Image vom Handwerk weiter gestiegen

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Foto: Roland Riethmüller

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat im Jahr 2008 erstmals das Image vom Handwerk durch das Forsa-Institut ermitteln lassen. Das Ergebnis war damals nur sehr mäßig und ist in die strategischen Überlegungen für eine bundesweite Imagekampagne eingeflossen. Rund fünf Jahre nach dem Start trägt die Werbung Früchte. Lediglich an der bei Jugendlichen wahrgenommenen Arbeitergeber-Attraktivität muss noch weiter gearbeitet werden.

Im Jahr 2008 hat das Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) untersucht, wie das Handwerk in Deutschland von der Bevölkerung wahrgenommen und eingeschätzt wird. Die Erkenntnisse aus dieser Untersuchung wurden in die bundesweite Imagekampagne eingearbeitet, die im Januar 2010 gestartet wurde. Seit dem ist das Image vom Handwerk bei der Bevölkerung erfreulich angestiegen.

Während 2008 erst ein Drittel über das Handwerk gehört oder gelesen hat, haben 2015 schon 57 Prozent das Handwerk wahrgenommen. Auch bei jungen Menschen der Altersklasse 14 und 24 ist das Handwerk mit 48 Prozent deutlich präsenter als noch vor sieben Jahren mit elf Prozent.

Überhaupt beschränkte sich das Wissen über Handwerksberufe 2008 primär auf das Bauhandwerk. Damals kannten 67 Prozent den Beruf des Schreiners/Tischlers, 50 Prozent den Maurer und 36 Prozent den Maler. Viele andere Berufe waren entweder unbekannt oder wurden nicht dem Handwerk zugeordnet. 2015 wurde das Kampagnenziel „Vielfalt des Handwerks“ erfüllt. So bestätigt die Mehrheit der jungen Menschen, dass über 100 Berufe zum Handwerk zählen.

Auch die Bedeutung des Handwerks für die Wirtschaft wird heute anders eingeschätzt als noch 2010. Während damals nur 17 Prozent das Handwerk für einen bedeutenden Wirtschaftszweig hielten, waren es ein Jahr nach Kampagnenstart im Jahr 2011 bereits 38 Prozent. Bei der diesjährigen Umfrage erreichte der Wert sogar 60 Prozent.

Einzig bei der Arbeitgeber-Attraktivität konnte die „Wirtschaftsmacht von nebenan“ nicht sonderlich ihr Image verbessern. 61 Prozent der allgemeinen Bevölkerung und nur 48 Prozent der Schülerinnen und Schüler halten das Handwerk bei der Befragung im Jahr 2008 für einen attraktiven Arbeitgeber. Gerade bei den jungen Leuten konnte dieser Wert nicht verbessert werden, so dass die Nachwuchswerbung das vorrangige Ziel für die Fortsetzung der Imagekampagne ist. Das Handwerk muss jungen Menschen besser vermitteln, welche Vorteile der Beruf bietet.

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