Internationale und diversifizierte Baukonzerne in TOP 10

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Foto: Roland Riethmüller

Die Lage am Bau ist zwar immer noch gut, doch innerhalb Europas sehr unterschiedlich. Es hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass man durchaus flexibel sein muss, wenn man sich langfristig am Markt behaupten möchte. Sich am nationalen Markt gut aufzustellen, ist längst nicht mehr die wichtigste Entscheidung für das Unternehmenskonzept, um erfolgreich zu sein. Die aktuelle Deloitte-Studie zeigt aber, dass sich die europäische Baubranche im Jahr über ein Umsatzzuwachs von sieben Prozent freuen konnte.

Die weltweite Finanzkrise ist immer noch allgegenwärtig, dennoch ist die europäische Baubranche durchaus gefestigt und konnte im Jahr 2012 ein Umsatzplus von sieben Prozent vorweisen. So bestätigt es der Deloitte-Report „European Powers of Construction 2012“. Allerdings zeigt sich ferner auch ganz deutlich, wer den Markt dominiert. So sind es vor allem die französischen Unternehmen, die die Nase vorn haben. Auf den folgenden Rängen rangieren Spanien, Großbritannien und Deutschland. Betrachtet man die Akteure im Detail, sieht man, dass vor allem die Internationalisierung und Diversifikation ein wesentlicher Erfolgsfaktor sind.

Bei der Betrachtung des Umsatzes der Top-50-Baukonzerne liegt Frankreich klar vorne. Immerhin machen vier französische Unternehmen gut ein Drittel des Gesamtumsatzes aus. Deutschland steht bei diesem Ranking auf Platz vier und ist mit drei Unternehmen in der Top 50 vertreten. Diese vier Unternehmen tragen etwa zehn Prozent der Gesamtleistung. Hochtief ist unter den deutschen Unternehmen übrigens das Top-Unternehmen aus Deutschland und damit noch in den Top 10 vertreten.

Dass die Euro-Krise immer noch den Markt beherrscht, zeigt sich daran, dass die Investitionen seit dem Jahr 2009 rückläufig sind und wohl erst im kommenden Jahr 2014 leicht steigen werden. Für 2013 werden dagegen nur in Deutschland, Österreich, Slowenien und der Slowakei Umsatzsteigerungen erwartet.

Gewinner sind immer wieder die Unternehmen, die sich durch Internationalisierung und Diversifikation auszeichnen. Dies wird einmal mehr deutlich, wenn man berücksichtigt, dass elf der Top-20-Unternehmen mehr als die Hälfte ihres Umsatzes über die Grenzen ihres Heimatlands hinaus erzielen. Hochtief, ACS und Skanska beispielsweise erwirtschaften über drei Viertel der Erlöse außerhalb ihrer heimatlichen Regionen. Auch die Diversifikation prägt sich immer mehr aus. So ist das Leistungsangebot bei sieben der Top-20-Unternehmen so stark ausgeweitet, dass inzwischen mehr als 40 Prozent außerhalb des klassischen Baugeschäfts erzielt werden. Bei Bilfinger sind es sogar über die Hälfte.

Bei den Margen sieht es nach wie vor nicht gut aus in der Branche. Es ist einfach keine Erholung festzustellen. Im Gegenteil, der Trend nach unten hält an. Die EBIT-Marge der Geschäftsaktivität aller Top-20-Unternehmen lag bei  4,6 Prozent. Im Baugeschäft selbst lag die Marge mit 2,6 Prozent noch darunter. Lediglich die Diversifikation bringt die Marge insgesamt etwas nach oben. Denn bei den Leistungen über das Kerngeschäft hinaus liegt sie immerhin bei 11,2 Prozent.

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