Maschinenausfall: so vermeidet man Stillstand auf der Baustelle

Foto: Nürnberger Versicherung

Bagger, Kräne und Ladegeräte sind für einen Baubetrieb unverzichtbar. Fällt eines der Maschinen aus, kann das zu einem kompletten Stillstand auf der Baustelle führen. Nicht jedes Unternehmen kann sich eine Finanzierung neuer Baumaschinen leisten. Die Alternative heißt Mietkauf, ähnlich dem Ratenkauf. Monatlich müssen die Betriebe eine zuvor festgelegte Summe über einen bestimmten Zeitraum hinweg bezahlen. Doch im Gegensatz zum Leasing gehört die Baumaschine am Ende der Laufzeit dem Unternehmen.

Ein Ausfall von Baumaschinen kann den Betriebsablauf einer Baustelle schnell zum Stillstand bringen. Qualitativ hochwertige Baumaschinen sind jedoch teuer und nicht jedes Unternehmen kann sich die Anschaffung neuer Maschinen finanziell leisten. Eine geeignete Lösung stellt der Mietkauf dar, eine Art Ratenvertrag. „Hierbei handelt es sich quasi um einen Kauf auf Raten“, erklärt Alexander Schmidt, Experte der Nürnberger Versicherung. „Betriebe zahlen für einen bestimmten Zeitraum monatliche Summen ab, die sie im Vorfeld festgelegt haben.“ Nach Ende der Laufzeit geht das Eigentum an diesem Mietgerät an den Mieter über. Weil es zum Anlagevermögen gehört, kann dies steuerlich geltend gemacht werden. Für die Baufirmen gibt es darüber hinaus Fördermöglichkeiten durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die Unternehmen profitieren finanziell vom Mietkauf, denn sie müssen zur Beschaffung von Baumaschinen keinen Kredit aufnehmen. Außerdem sind die monatlichen Raten so ausgelegt, dass sie in das Budget passen.

Leasing oder Mietkauf, wo ist der Unterschied?

Eine andere Variante ist das Leasing von Baumaschinen. In der Regel sind diese Geräte allerdings nur gemietet. Die Baumaschinen dürfen für eine festgelegte Zeit genutzt werden. Dafür fallen monatliche Leasingraten an. Die Baumaschinen sind aber das Eigentum des Leasinggebers. Das Ganze hat Auswirkungen auf die Steuer. Bei einem Mietkaufvertrag fällt mit der ersten Rate auch die Mehrwertsteuer an. Diese kann als Vorsteuer abgesetzt werden. Wird jedoch eine Baumaschine geleast, muss dafür monatlich eine Steuer gezahlt werden. Die Leasinggesellschaften bieten überdies eine zusätzliche Maschinenversicherung an. Kommt es zu einem Schaden, wird dieser von der Versicherung übernommen. Die Leasingnehmer haben bei der Auswahl des Versicherers keinen Einfluss. Bei einem Mietkauf müssen sich die Unternehmen selbst um einen Schaden oder die entsprechende Absicherung kümmern, denn sie sind Eigentümer der Geräte.

Eine Maschinenbruchversicherung schützt

Haben Betriebe also in einen Mietkauf investiert, sollten sie die Maschinen unbedingt versichern. Im Fall von einem Betriebsstillstand aufgrund einer defekten Maschine übernimmt die Versicherung den Ausfall. Das ist besonders für kleine und mittlere Betriebe wichtig.

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