Mehr Nachhaltigkeit im Handwerk mithilfe der Sharing Economy

Mehr Nachhaltigkeit im Handwerk mithilfe der Sharing Economy
Foto: Roland Riethmüller

Eine repräsentative Umfrage hat ergeben, dass die meisten Führungskräfte aus Handwerk und Industrie durch gemeinschaftliche Nutzung die eingesetzten Güter effektiver nutzen und somit für mehr Nachhaltigkeit sorgen möchten. Sharing Economy ist das Stichwort als Geschäftsmodell aus Produkt und Service. Die Umfrage ergab auch, dass drei von vier Führungskräften sich wünschen, dass Produkte klimaneutral werden. Ebenso beliebt ist das sogenannte Textilsharing, bei dem die Arbeitskleidung mit Reinigung gemietet wird.

Eine Umfrage des Textildienstleisters Mewa hat ergeben, dass sich die Mehrheit der Führungskräfte in Deutschland einen nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen wünscht. An der Online-Umfrage hatten 1.043 Personen zwischen 16 und 60 Jahren und 576 Entscheider teilgenommen. Rund 71 Prozent gaben demnach an, die Güter und Ressourcen besser nutzen zu wollen, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. 68 Prozent der Generation Y (25 bis 42 Jahre) bestätigten, dass sie das Thema Sharing Economy interessieren würde, weil dadurch ein ökologisches und ökonomisches Wirtschaften möglich werde. Nur zehn Prozent der Befragten nutzen diese Angebote nicht.

Service ist das Grundprinzip der Zukunft

Das Geschäftsmodell der Sharing Economy besteht aus einer Kombination von Services und dem Produkt. Die bekannteste Form ist das Carsharing. 68 Prozent der befragten Führungskräfte sind der Ansicht, dass sich die Wertschöpfungsketten in der Zukunft noch mehr an den Erwartungen und Bedürfnissen der Kunden orientieren werden. Es wäre daher wirtschaftlich von Vorteil, wenn aus Produkten verstärkt Services werden würden. Diese Einstellung wird mit 75 Prozent vor allem in der Industrie vertreten, der Handel hingegen liegt mit dieser Meinung nur bei 59 Prozent. Zu den produktbezogenen Services gehören unter anderem die Wartung, Reparatur und Pflege. Dadurch werden Ressourcen geschont.

Nachhaltigkeit und mehr klimaneutrale Produkte sind gefragt

Dazu passt auch ein weiteres Ergebnis der Umfrage. 92 Prozent der Führungskräfte wollen langlebige Produkte und 90 Prozent reparable Produkte für mehr Nachhaltigkeit. Auch gaben 82 Prozent der Befragten an, dass sie sich mehr klimaneutrale Produkte wünschten. Für 70 Prozent der Umfrageteilnehmer sind die Klimaschutzziele sogar ein Kriterium für die Wahl des Arbeitsplatzes.

Textilsharing ist für das Handwerk interessant

Beliebt ist ebenfalls das Textilsharing, das auch für mehr Nachhaltigkeit sorgt. Die Arbeitskleidung wird dabei von einem Anbieter gemietet, der sich auch um die Pflege, Reinigung und Wartung kümmert. Einer der Hauptgründe ist, dass man sich dabei nicht um Reparaturen kümmern müsse. Allerdings gaben 25 Prozent der Befragten an, dass man Textilsharing nur dann gute fände, wenn jeder seine persönliche Arbeitskleidung zurückbekäme.

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