Noch immer trägt die Bauwirtschaft maßgeblich zu den weltweiten Treibhausgasen bei, doch nachhaltige Baustoffe bieten eine Lösung. Holz und recycelter Beton reduzieren den Rohstoffbedarf und die Emissionen, während energieeffiziente Designs und zertifizierte Baupraktiken zusätzliche Vorteile bereithalten. Insbesondere beim Bau von Rechenzentren können diese Maßnahmen die Umweltauswirkungen deutlich senken. Eine wertvolle Hilfe ist auch Building Information Modeling (BIM), denn dadurch kann der Materialverbrauch und die Möglichkeiten für Recycling exakt berechnet werden.
Die Bauwirtschaft ist eine der “dreckigsten” Branchen unserer Gesellschaft. So ist der beliebte Baustoff Beton für acht Prozent der globalen Treibhausgase und die gesamte Baubranche einem Bericht der Vereinten Nationen zufolge sogar für 38 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Laut dem Umweltbundesamt verarbeitet die Bauwirtschaft darüber hinaus mehr als 70 Prozent aller angebauten Rohstoffe in Deutschland. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass verstärkt nachhaltige Baustoffe zum Einsatz kommen, um Ressourcen zu sparen und Treibhausgase zu reduzieren. Dies gilt auch für den Bau von Rechenzentren. Daher verwendet die Data Center Group beim Bau moderner Rechenzentren nachhaltige Baustoffe und setzt zusätzlich auf Dach- und Fassadenbegrünung.
Nachhaltige Baustoffe – Recycelter Beton ist umweltfreundlich
Die Verwendung von nachhaltigen und recyclebaren Baustoffen sollte in allen Bereichen stärker zum Einsatz kommen. Das gilt auch für Beton. Schließlich könnte auf herkömmlichen Beton verzichtet werden und durchaus recycelter Beton zum Einsatz kommen. Dieser entsteht aus Abbruchmaterialien, die zerkleinert und zu neuem Beton verarbeitet werden. Die dabei verwendeten Materialien werden wiederverwertet und für Neubauten genutzt. Dadurch wird der Bedarf an Rohstoffen reduziert und keine neuen CO2-Emissionen erzeugt.
Eine weitere umweltfreundliche Alternative ist Holz. Es ist erneuerbar und ermöglicht kürzere Bauzeiten. Im Gegensatz zu Beton muss Holz nicht erst austrocknen. Weitere Materialien, die die Umwelt nicht belasten, sind Dämmmaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen. Dazu zählen Schafwolle, Hanf oder recyceltes Glas.
Klimaschutzziele können nur durch zusätzliche Energieeffizienz erreicht werden
Ein energieeffizientes Design bringt zusätzlich Energieeffizienz. Das fängt bereits bei der optimalen Platzierung von Fenstern an. Ein effizientes Wassermanagement ist genauso wichtig. So kann Regenwasser zur Kühlung oder zur Bewässerung von Rasen verwendet werden. Sinnvoll wäre es auch, wenn Zertifizierungen wie LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) oder BREEAM (Building Research Establishment Environmental Assessment Method) eingesetzt werden würden. So wird sichergestellt, dass nachhaltige Praktiken beim Bau von Rechenzentren eingehalten werden.
Verlängerter Lebenszyklus für Gebäude durch nachhaltige Baustoffe
Durch eine Lebenszyklusanalyse können die Umweltauswirkungen des Rechenzentrums bewertet werden. So können die Bereiche erfasst werden, bei denen Nachhaltigkeitsverbesserungen notwendig sind. Der herkömmliche Zyklus beginnt bei der Rohstoffbeschaffung. Das Ende des Zyklus wird durch den Gebäudeabbau markiert. Aber der Lebenszyklus endet nicht hier. Das Rechenzentrum kann aufgrund der modularen Bauweise wieder an einem anderen Ort aufgebaut werden. Beim Abbau von technischen Abfällen wird ebenfalls verantwortungsvoll umgegangen. Wertvolle Metalle werden durch das Elektrorecycling zurückgewonnen. Unterm Strich kann der Einsatz nachhaltiger Baustoffe bei den Rechenzentren dazu führen, dass die Umweltauswirkungen dieser Einrichtungen minimiert werden.

















