Nachwuchsgewinnung: Bauwirtschaft muss sich modernisieren!

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Foto: Roland Riethmüller

Für eine gelungene Nachwuchsgewinnung muss sich die Bauwirtschaft trotz positiver Ausbildungsbilanz konsequent modernisieren und die Digitalisierung vorantreiben. Das forderte Diplom-Ökonom Andreas Schmieg als Vizepräsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB) vergangene Woche auf der Baufachesse bautec. Im KarriereCenter bot der HDB Interessenten Informationen, Wettkämpfe und Mitmachaktionen sowie eine Jobbörse rund um die Ausbildung in der Baubranche.

„Nur wenn sich die Unternehmen als moderne und zukunftsorientierte Arbeitgeber aufstellen, ist die Nachwuchsgewinnung auch langfristig erfolgreich,“ betonte Diplom-Ökonom Andreas Schmieg während seiner Rede. Deshalb dürfe die Branche in ihren Anstrengungen, mehr Jugendliche für den Bauberuf zu begeistern, auf keinen Fall nachlassen. „Die positive Ausbildungsbilanz darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Branche konsequent modernisieren muss“, heißt es in der dazu herausgegebenen Pressemitteilung des HDB weiter.

Die positive Ausbildungsbilanz darf nicht täuschen

Die aktuellen Zahlen zur Ausbildung in der Bauwirtschaft sind tatsächlich positiv: Laut Angaben des HDB haben die deutschen Bauunternehmen 2017 insgesamt 12.950 Lehrverträge neu abgeschlossen. Im Vergleich zu 2016 entsprach das einem Plus von 920 beziehungsweise 7,6 Prozent. Seit fünf Jahren erstmals gestiegen, ist darüber hinaus die Zahl der Baubetriebe, die eine Ausbildung anbieten. Sie erhöhte sich um 160 auf 14.915 Stellen.

Als einen Grund für die gestiegene Zahl der neuen Ausbildungsverträge nennt der HDB neben zahlreichen Kampagnen zur Nachwuchsgewinnung die vergleichsweise hohe Ausbildungsvergütung im ersten Lehrjahr für Gewerbliche: Sie liegt in der Baubranche im Westen bei 785 Euro und im Osten bei 705 Euro pro Monat.

Unternehmen sollten auf junge Leute zugehen

Unternehmen, die von selbst aktiv auf junge Leute zugehen, seien auf dem richtigen Weg, schreibt der HDB. Im KarriereCenter während der bautec wurden solche Kontakte erfolgreich angebahnt. Dort gab es einerseits die bereits erwähnten Aktivitäten und Angebote wie die Jobbörse mit aktuellen Stellen aus den Bereichen Ausbildung, Beruf und Praktikum. Anschaulich, informativ und praktisch präsentierte der HDB Berufsbilder, mögliche Qualifizierungen, Ausbildungswege, Studiengänge und Karrierechancen in der Branche.

Andererseits konnten Unternehmen der Bauindustrie die Messe erfolgreich für einen Dialog mit SchülerInnen und StudentInnen nutzen. Zu diesen Unternehmen gehörten beispielsweise die Porr mit ihren Tochterunternehmen Stump Spezialtiefbau und Oevermann Verkehrswegebau sowie die Unternehmen Strabag und Goldbeck.

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