Die Redaktion Meistertipp wünscht allen Leserinnen und Lesern ein frohes neues Jahr und einen erfolgreichen Start in 2011. Nach dem Jahreswechsel sind diverse Änderungen in Kraft getreten, die nicht ganz unwesentlich die Geldbeutel belasten. Viele private Haushalte werden mit Beitragssteigerungen auf der einen Seite und Kürzungen auf der anderen, aber auch einigen Steuererhöhungen sowie organisatorischen und steuerlichen Neuregelungen konfrontiert werden. Da kann man schon etwas Glück vertragen…
Schornsteinfeger bringen Glück, so heißt es. Weil es ein Glücksfall war, wenn der Kaminkehrer kam, gibt es diese Tradition bereits seit dem Mittelalter. Denn durch das Anwachsen der Städte wurden Vorrichtungen zur Ableitung von Rauch und Ruß unerlässlich. Damit jedoch keine giftigen Gase wegen Verstopfung entstehen konnten, sorgte der Kaminkehrer für ein warmes und sicheres Zuhause und gilt seit dem als menschliches Glückssymbol. Noch heute bringt schon alleine der Anblick Glück, so sagt man. Auch unsere Protagonisten sollen für das neue Jahr mit den zahlreichen Änderungen Glück bringen.
Beitragssteigerungen
So sind Veränderungen vor allem bei den Beiträgen zu verzeichnen. Der Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung steigt auf 15,5 Prozent, von denen 8,2 Prozent der Versicherte und 7,3 Prozent der Arbeitgeber übernehmen muss. Eine gute Nachricht ist, dass durch die Bundesregierung der Arbeitgeberanteil dauerhaft auf diesem Niveau eingefroren werden soll, um die Lohnnebenkosten bei steigenden Ausgaben im Gesundheitssystem nicht noch weiter ansteigen zu lassen.
Auch die Arbeitslosenversicherung steigt im Beitrag von 2,8 auf 3,0 Prozent an.
Kürzungen
Kürzungen des Elterngelds betreffen vor allem junge Eltern mit einem monatlichen Nettoeinkommen von mehr als 1.200 Euro. Dabei sinkt der Betrag von 67 Prozent um 0,1 Prozentpunkte für je 2 Euro, um die das tatsächliche Einkommen den Betrag von 1.200 Euro überschreitet, maximal auf bis zu 65 Prozent. Bei hohen Einkommen wird das Elterngeld komplett gestrichen.
Steuererhöhungen
Vor allem Raucher müssen sich auf höhere Kosten einstellen. Die Tabaksteuer wird in vier Stufen ab Mai um jährlich 4 bis 8 Cent pro Zigarettenschachtel und 12 bis 14 Cent je 40-Gramm-Feinschnittpackung erhöht. Mit dieser Steuererhöhung werden Mehreinnahmen im dreistelligen Millionenbetrag erwartet.
Mit der neuen Luftverkehrsteuer werden im neuen Jahr auch Flugtickets und Pauschalreisen teurer. Es ist davon auszugehen, dass die Reisegesellschaften die Mehrkosten in Form von höheren Ticketpreisen direkt an die Passagiere weiterreichen werden.
Neue organisatorische und steuerliche Regelungen
Die altbekannte Lohnsteuerkarte auf Papier wird in 2011 nicht neu aufgelegt, sondern gilt aus dem Vorjahr auch weiterhin. Erst nach diesem Übergangsjahr hat sie dann komplett ausgedient und wird durch das Verfahren der elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale ersetzt. Grundlegende Änderungen gibt es für Arbeitnehmer jedoch bereits 2011, da in Zukunft für alle Eintragungen auf der Lohnsteuerkarte die Finanzverwaltung zuständig ist und nicht mehr die Meldeämter. So bearbeiten zukünftig in der Regel die Wohnsitzfinanzämter auch die Anträge auf Steuerklassenwechsel oder Änderungen bei den Kinderfreibeträgen.
Wer ab dem 15. Januar 2011 Bargeld an einem bankfremden Geldautomaten abhebt, wird bereits vor der Auszahlung über die anfallenden Gebühren informiert.
Auch die steuerliche Berücksichtigung des häuslichen Arbeitszimmers ist ab 2011 wieder geregelt. Rückwirkend ab dem Veranlagungszeitraum 2007 kann demnach ein Betrag in Höhe von bis zu 1.250 Euro geltend gemacht werden, sofern für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz genutzt werden kann.

















