Entgegen dem generellen Trend im Handwerk entwickelt sich das SHK-Handwerk vor allem durch verstärkte Heizungserneuerungen und Bäder-Sanierungen von privaten Wohnungseigentümern und Eigenheimbesitzern äußerst positiv. Damit behauptet das SHK-Handwerk erneut seine umsatzstarke Rolle in der deutschen Bauwirtschaft. Auch die Beschäftigtenzahlen sind weiter gestiegen, werden aber in den nächsten Jahren durch den Fachkräftemangel noch stärker bedroht sein.
Im Vergleich zum Gesamthandwerk erfreut sich das SHK-Handwerk aktuell immer noch einer besonders positiven Entwicklung. Wie der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) bekannt gab, betrug das Wachstum im SHK-Handwerk im vergangenen Jahr 1,4 Prozent bei einem Umsatzvolumen von 37,9 Mrd. Euro. Zum Vergleich: Das Gesamthandwerk musste 2012 ein Rückgang um 3,0 Prozent und in 2013 immer hin noch von 0,8 Prozent hinnehmen.
Fast zwei Drittel des Umsatzes entfällt auf private Auftraggeber. So werden 62,6 Prozent des Umsatzes bei Eigenheimbesitzern und Wohnungskäufern generiert. Auf gewerbliche Auftraggeber entfällt ein Anteil von 15,1 Prozent, gefolgt durch Wohnungsbaugesellschaften mit 14,3 Prozent sowie die öffentliche Hand mit 8,0 Prozent.
Ebenso positiv haben sich die Beschäftigtenzahlen im SHK-Handwerk entwickelt. Sie stieg um ein Prozent auf 346.000 Heizungsbauer, Installateure, Klempner, Ofen- und Luftheizungsbauer sowie Behälter- und Apparatebauer in insgesamt 53.998 Betriebe im SHK-Handwerk. ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Elmar Esser freut sich: „Damit ist das SHK-Handwerk neben den Zimmerern die führende Umsatzsäule der deutschen Bauwirtschaft.“
Grund für die anhaltend positive Entwicklung ist das Sanierungsgeschäft von Heizungen und Bädern. Gerade in schlechten Zeiten werden gerne werterhaltende und wertsteigernde Investitionen getätigt. So war in 2013 dieser Bereich mit 579.000 Heizungen und 492.000 Bädern für 74 Prozent des Gesamtumsatzes verantwortlich. Und auch im kommenden Jahr geht Esser von einem Anstieg um ein bis zwei Prozent aus.
Lediglich der Fachkräftemangel trübt die guten Aussichten. So wird es jedes Jahr schwerer, geeignete Mitarbeiter und ausbildungsfähige Jugendliche zu rekrutieren.

















