Spanischer ACS-Konzern verfügt jetzt über 30 % der Hochtief-Aktien

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Hochtief

Erst kurz vor Weihnachten hatte der Vorstand und Aufsichtsrat ihre ergänzende gemeinsame Stellungnahme zum geänderten Übernahmeangebot von ACS veröffentlicht. Vorstand und Aufsichtsrat empfehlen den Hochtief-Aktionären darin nach wie vor, das Angebot nicht anzunehmen.

Nun hat ACS im Übernahmekampf um den größten deutschen Baukonzern einen wichtigen Etappensieg errungen. Die Spanier kontrollieren nach eigenen Angaben 30,3 % der Hochtief-Aktien. Durch einen Anteil von über 30 % können die Angreifer nun ganz regulär über die Börse in Ruhe Hochtief-Aktien zukaufen. Somit beleibt abzuwarten ob die angestrebte Mehrheit die zu einer Übernahme führt erreicht wird.

Am 15. Dezember 2010 hatte ACS das Angebot erhöht und bietet seit dem neun Aktien von ACS für je fünf Aktien von Hochtief. Vorstand und Aufsichtsrat von Hochtief halten auch das erhöhte Angebot aus finanzieller Sicht für die Aktionäre nicht für angemessen. Bestätigt wurde dies Haltung durch Stellungnahmen der Credit Suisse und der Deutsche Bank die jeweils eine unabhängige Bewertung zum neuen Angebot für ihre Anleger erstellten hatten.

Unabhängig von der möglichen Übernahme haben Tochtergesellschaften von Hochtief in den USA und Australien sich zum Jahresende neue Aufträge im Wert von mehr als 200 Mio. Euro gesichert: Die erst kürzlich akquirierte US-Tochter E.E. Cruz wird in einem Joint Venture für 89,7 Mio. Euro die Fundamente für ein wissenschaftliches Zentrum der Columbia Universität in New York City legen. Die Schwestergesellschaft Flatiron verbuchte zehn neue Verkehrsprojekte in Kalifornien und Utah mit einem Gesamtwert von 27,4 Mio. Euro. In Australien erhielt die Leighton-Beteiligung John Holland den Auftrag, mehrere Gebäude der Singleton Army Base in New South Wales zu errichten. Das Projekt hat ein Volumen von 83,3 Mio. Euro. Es stellt sich also zu Recht die Frage: Warum ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen sich nicht besser vor einer feindlichen Übernahme schützen kann? Oder, warum die Politik nicht mehr bewegen kann, um direkte Arbeitsplätze und viele Handwerksbetriebe die als Subunternehmer für Hochtief tätig sind zu schützen?

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