Kürzlich hat das Statistische Bundesamt absolute Strukturangaben zum Handwerk veröffentlicht. Auch wenn dabei der Branchenumsatz im Maler-Lackiererhandwerk in den vergangenen Jahren offensichtlich gestiegen ist, so liegt der Pro-Kopf-Umsatz immer noch teilweise deutlich unter dem Durchschnittsumsatz anderer Bau-Ausbauhandwerke. Der Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz (BV Farbe) äußert sich besorgt und fordert spezifische Tarif-Lohnbedingungen.
Die aktuelle Erhebung des Statistischen Bundesamtes zu den Strukturdaten im Handwerk macht deutlich, dass das Maler-Lackierhandwerk im Vergleich zu anderen Bau-Ausbauhandwerken, die geringste Umsatzleistung je beschäftigter Person vorweisen kann. So liegt der Pro-Kopf-Umsatz mit 67.520 Euro teilweise deutlich unter den Vergleichswerten anderer Gewerke. An der Spitze liegen Maurer und Betonbauer mit einer Umsatzleistung je tätiger Person über 120.000 Euro. Es folgen Elektrotechniker, Rolladen-Jalousienbauer und Installateure/Heizungsbauer mit jeweils über 100.000 Euro. Zimmerer, Tischler, Dachdecker und Parkettleger liegen zwischen 80 bis 100.000 Euro. Darunter folgen Stuckateure, Gerüstbauer, Raumausstatter und dann zuletzt Maler und Lackierer.
Hauptgeschäftsführer RA Werner Loch führt dies auf die personalintensive Tätigkeit im Maler-Lackiererhandwerk zurück. Auch der sprunghafte Anstieg von Alleinmeisterbetrieben trägt zu diesem Ergebnis bei. So kann man unter den ca. 42.300 Maler-Lackierbetrieben von einem ausgeglichenen Verhältnis an Betrieben mit und ohne Angestellten sprechen.
Loch betont: „Die Erhebung verdeutlicht erneut, dass Forderungen nach einer einheitlichen Entlohnung bzw. einer Annäherung der Tariflöhne der Bau-Ausbauhandwerke nicht mit der Situation am Markt in Einklang zu bringen sind.“ Seiner Meinung nach ist die Beibehaltung der Tarifhoheit der wichtigste Faktor, um am Markt wettbewerbsfähig zu bleiben.

















