Über 1 Million PV-Anlagen: Chance für E-Handwerker

Foto: anatoliy_gleb / envatoelements

Photovoltaik boomt. So hat sich die Zahl der installierten Photovoltaik-Anlagen im vergangenen Jahr gegenüber Vorjahr mehr als verdoppelt. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Energiewende geleistet. Das macht sich auch an den gestiegenen Umsatzzahlen bemerkbar. Bei der Berechnung wurden erstmals auch Steckersolaranlagen analysiert. Es zeigt sich, dass E-Handwerke auch mit der Installation sogenannter Balkonkraftwerke beauftragt wurden. Deren Anteil fällt aber eher gering aus. Mittlerweile engagieren sich rund 50 Prozent der E-Handwerker auf diesem Gebiet.

Trotz der angespannten baukonjunktureller Lage schnitt der Solarbereich in Deutschland im Jahr 2023 sehr gut ab. Über eine Million Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 14,75 Gigawatt wurden installiert. Im Jahr zuvor waren es noch 370.000 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 7,5 Gigawatt. An dieser Steigerung hatten die E-Handwerke einen maßgeblichen Anteil. Diese Zahlen beruhen auf den Ergebnissen einer Umfrage des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) bei 1.762 Betrieben. Das wichtigste Element im PV-Geschäft sind demnach Dachanlagen. Im Jahr 2023 war das E-Handwerk an mehr als zwei Drittel der installierten Dachanlagen beteiligt. Bei Freiflächen und Gewässer-PV-Anlagen waren es immerhin ein Drittel. Analysiert wurden dieses Mal auch Steckersolaranlagen. Der Anteil der Balkonkraftwerke, die vom E-Handwerk installiert wurden, lag bei geschätzten zehn bis 15 Prozent der 275.000 Solaranlagen. Im vergangenen Jahr haben die E-Handwerke insgesamt 550.000 Photovoltaik-Anlagen installiert. Das sind 57 Prozent der im letzten Jahr installierten PV-Anlagen.

Deutlicher Anstieg von Batteriespeicher

Ebenfalls angestiegen ist die Zahl der im Jahr 2023 installierten Batteriespeicher. Laut den Zahlen des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW) wurden rund 600.000 Speicher eingebaut. 350.000 davon wurden von den E-Handwerken installiert. Neben dem Photovoltaik-Bereich konnte auch der Wärmepumpenbereich einen leichten Zuwachs verzeichnen. Rund 150.000 Wärmepumpen wurden von den E-Handwerken montiert. Die E-Mobilität musste sich mit einem leichten Rückgang zufriedengeben. Es wurden rund 380.000 Ladestationen installiert. 510.000 Ladestationen waren es noch im Jahr 2022. Hier zeigt sich, dass der Trend rückläufig ist. Das liegt zum Teil an der Absenkung der Förderung für Elektro-Autos. Der Rückgang liegt vor allem bei den privaten Ladestationen. Für die E-Handwerke ist das die wichtigste Kundengruppe. Die Nachfrage ging hier um ein Drittel zurück.

Leichte Steigerung bei den öffentlichen und halböffentlichen Ladestationen

Einen leichten Anstieg konnte bei den öffentlichen und halböffentlichen Ladestationen verzeichnet werden. Von den installierten öffentlichen Ladepunkten gingen 50 Prozent auf das E-Handwerk zurück. Besonders kleine Betriebe profitieren von der Energiewende. Sie haben die Chance ergriffen und bieten ihren Kunden mehrere Dienstleistungen an. Das sind besonders die Installation von Photovoltaik-Anlagen und Ladeinfrastruktur für E-Mobilität. Das Engagement bei Photovoltaik-Anlagen macht sich am wachsenden Umsatz bemerkbar. Der Umsatzanteil bei Photovoltaik-Anlagen ist von Frühjahr 2022 auf Frühjahr 2024 auf 7,7 Prozent gestiegen. Der Umsatzanteil bei den Wärmepumpen ist im gleichen Zeitraum auf 2,6 Prozent gestiegen.

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