Neben dem Neubau lebt die Baubranchen von der Modernisierung und Sanierung. Diese reicht von der kostengünstigen Teilsanierung bis zur aufwändigen Vollmodernisierung. Doch auch wenn der Sanierungsanteil insgesamt steigt, lag bisher der Anteil der kostspieligen Komplettsanierung weit hinten. Für 2020 sehen deutsche Architekten jedoch eine Trendwende und rechnen mit einem wesentlichen Anteil am gesamten Baumarkt.
Der Anteil der Sanierungen in der Struktur des deutschen Baumarkts steigt weiter an und ist von 2013 auf 2014 um eine Milliarde Euro auf 128 Milliarden Euro angestiegen. Das stärkste Segment ist dabei die Teilsanierung mit 83 Prozent im Jahre 2013. Im Vorjahr lag der Wert noch bei 81 Prozent. Die hochpreisige Vollmodernisierung ist im gleichen Zeitraum um 1,5 Prozent auf etwas über drei Prozent gesunken. Die Instandhaltungsmaßnahmen konnten mit fast 14 Prozent ihren Marktanteil halten.
Um eine Aussicht für die Zukunft zu haben, hat das Düsseldorfer Marktforschungsinsititut BauInfoConsult insgesamt 180 Architekten um ihre Prognose für die Entwicklung des Sanierungsmarktes bis zum Jahr 2020 gebeten. Das erstaunliche Ergebnis zeigt einen deutlichen Rückgang der Teilsanierung auf 42 Prozent, bei einem entsprechenden Anstieg der Vollmodernisierung auf 35 Prozent. Auch die Instandhaltungsmaßnahmen und Reparaturen sehen die Architekten mit 20 Prozent stärker als zur Zeit. Insgesamt ist davon auszugehen, dass die Vollmodernisierung zu einem Teil auch dem Nichtwohnungsbau geschuldet ist. Gleichzeitig spiegelt das Ergebnis auch die Hoffnung der Architekten wider, einen höheren Anteil an lukrativen Vollmodernisierungen umsetzen zu können.

















