Der Wohnungsbau steckt noch immer tief in der Krise. Der Auftragseingang ging auch im Mai 2024 gegenüber dem Vorjahr weiter zurück. Eine Umkehr von diesem Trend ist nicht in Sicht. Die Leidtragenden sind die Mieter, weil sie keinen bezahlbaren Wohnraum mehr finden können. Zwar können der Wirtschaftshochbau und der Straßenbau leichte Anstiege der Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnen. Doch dies reicht nicht für ein positives reales Umsatzergebnis im Bauhauptgewerbe.
Die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes machen deutlich, dass der Wohnungsbau noch immer tief in der Krise steckt. „Die Auftragszahlen im Wohnungsbau entwickeln sich weiter enttäuschend“, erklärt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes (ZDB). „Die Order gingen im Mai gegenüber dem Mai 2023 um fünf Prozent zurück. Bis Mai 2024 fehlen hier kumulativ zum Vorjahr vier Prozent bzw. ca. 260 Mio. Euro.“ Damit sei eine Trendwende nicht in Sicht. Betroffen sind vor allem die Mieterinnen und Mieter. Für sie ist es fast unmöglich, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Für die Hausbauer ist das Eigenheim ebenfalls kaum finanzierbar. Die Bauwilligen werden vor allem von den hohen Bauzinsen und den hohen Energieanforderungen eingeschüchtert.
Wohnungsbau in der Krise – Die Politik muss handeln
Dabei hat die Politik alle Möglichkeiten, um die Krise im Wohnungsbau zu beenden. Weniger energetische Vorgaben, bessere Fördermöglichkeiten und attraktivere Zinssätze könnten wieder dazu führen, dass mehr gebaut wird. Schmerzlich vermisst wird auch die im Jahr 2022 gestrichene EH 55-Förderung. Jetzt ist die Politik gefragt, denn mit diesem Förderinstrument würde auch wieder mehr gebaut werden. Ein großer Segen für die Baubranche wäre auch weniger Regulierung. Es gibt in Deutschland über 20.000 Bauvorschriften. Es sollte doch möglich sein, auf Baustandards verzichten zu können, wenn sie nicht für die Gebäudesicherheit zwingend notwendig seien. Unnötige Luxusvarianten der technischen Bauvorgaben machen das Bauen nur unnötig teurer. Das betrifft besonders den Schall- und Trittschutz. Hier liegt reichlich Einsparpotenzial. Die gesamte Baubranche hofft nun auf den Gebäudetyp E.
Heutiger Beschäftigungsrückgang bedroht Wohnungsbau der Zukunft
„Für den Wohnungsbau gab es im Mai kein Frühlingserwachen. Im Gegenteil – die Tristesse setzt sich unverändert fort“, bestätigt auch Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB). „Es ist somit kein Wunder, dass die Bauunternehmen einen realen Umsatzrückgang von 15,0 bzw. 12,0 Prozent melden.“ Aufgrund dieser Entwicklung ist es wenig verwunderlich, dass das Statistische Bundesamt für den Zeitraum Januar bis April einen Beschäftigungsrückgang von 4,6 Prozent verzeichnet hat. Dabei könnte der jetzige Personalabbau den bestehenden Fachkräftemangel weiter verschärfen. Denn es nicht zu erwarten, dass die freigesetzten Fachkräfte lange arbeitslos sein werden. „Diese werden in Zukunft nicht mehr für den Bau von Wohnungen zur Verfügung stehen“, befürchtet Müller. „Das wird die Situation auf dem sowieso schon mehr als angespannten Wohnungsmarkt leider weiter verschlechtern.“


















Unsere Wirtschaftspolitiker in der Bundesregierung sind völlig inkompetent und schaffen es die gesamte Wirtschaft in Deutschland zu zerstören. Es ist nicht nur der Wohnungsbau, es kränkelt in vielen Branchen.
Es ist aber auch der Fokus aufs Studium mit höherem Wohngeld und Bafög. Das macht Studieren relativ besser zur Ausbildung und somit der Zuzug junger Menschen in die Uni-Städte und verschärft dort den Wohnungsmangel. Man müsste auf dem Land die Wirtschaft entfesseln, Handwerksberufe besser stellen als ein Studium, damit würde sich vieles entzerren.
Ganz im Sinne der Grünen: weniger bauen-weniger Zement-weniger CO2!
Übrigens: Die Ölheizung feiert derzeit ein comback! Die Ampel steht für den Bau dauerhaft auf Rot!