Weniger Firmeninsolvenzen für 2012 erwartet

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Immer mehr positive Stimmung ist hinsichtlich der Finanzsituation deutscher Unternehmen zu erkennen. Nachdem bereits das Jahr 2011 für die meisten Branchen sehr erfolgreich war, wird sich diese Entwicklung im aktuellen Jahr noch fortsetzten. Auch die Firmeninsolvenzen werden neben diesen wirtschaftlichen Bedingungen weiterhin sinken, wenn auch nicht mehr ganz so prägnant wie im vergangenen Jahr.

Gemäß Prognosen des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) wird es auch im Jahr 2012 einen weiteren Rückgang der Unternehmensinsolvenzen geben. Durch das zu erwartende geringere Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr wird die Reduzierung nicht mehr so stark sein wie noch in 2011, dennoch wird die Anzahl der Firmenpleiten immer noch um circa 0,3 Prozent auf etwa 30.000 Insolvenzen sinken. Zum Vergleich: In 2011 begünstigte die steigende Wirtschaftsleistung einen Rückgang der Firmeninsolvenzen von 5,9 Prozent auf 30.099.

Das Wirtschaftswachstum ist nicht der einzige Grund für die Verminderung der Insolvenzen von Unternehmen, auch die verbesserte Eigenkapitalquote und der einfachere Zugang zu Krediten. Bei den Geschäftskunden der Volksbanken und Raiffeisenbanken hat sich seit 2011 die durchschnittliche Eigenkapitalquote der mittelständischen Betriebe mehr als verdreifacht. Und auch das Gewähren von Krediten wird immer unkomplizierter.

Bei diesen guten Aussichten darf aber nicht unberücksichtigt bleiben, dass es weiterhin großer Anstrengungen seitens des Staates und der Arbeitgeber bedarf. Die Lohn- und Wirtschaftspolitik muss dabei für zuverlässige und stabile Rahmenbedingungen sorgen. Maßlose Lohnzuwächse könnten dabei kontraproduktiv auf die Unternehmen wirken, da dadurch mögliche finanzielle Schwächen einzelner Branchen nicht mehr berücksichtigt bleiben. Umso wichtiger ist es, die Spezifika und Produktivitätsunterschiede einzelner Betriebe hervorzuheben und zu beachten, damit die Insolvenzsituation weiterhin reduziert werden kann.

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