Arbeitsschutz mit EASI Control: Startup reduziert Arbeitsunfälle

Arbeitsschutz mit EASI Control: Startup reduziert Arbeitsunfälle
Foto: BG Bau

Die Arbeit am Bau gilt gemeinhin als rau und gefährlich. Leider verunglücken tatsächlich immer noch viel zu viele Fachkräfte auf deutschen Baustellen. Zwar ist Arbeitsschutz gesetzlich geregelt, doch ist die Umsetzung oftmals sehr aufwändig und kostspielig. Dieser Herausforderung stellt sich ein junges Startup und bietet mit EASI Control eine rechtskonforme Dokumentation, über die alle Arbeitsschutz-Themen zentral verwaltet werden können. Das erleichtert den Betrieben die Arbeit und senkt nachhaltig die Zahl der Arbeitsunfälle.

Auf einer Baustelle in Deutschland stirbt statistisch alle vier Tage ein Mensch. Die häufigsten Ursachen für Arbeitsunfälle auf den Baustellen sind Unwissenheit, Routine und Bequemlichkeit. Gesetzlich ist vorgeschrieben, dass bei jedem Arbeitnehmer der Arbeitsschutz umzusetzen sei. Dies geschieht mancherorts immer noch über eine unstrukturierte Zettelwirtschaft. Im Jahr 2020 gab es im Baugewerbe allein 97 Arbeitsunfälle mit tödlichem Ausgang bei insgesamt 103.970 meldepflichtigen Vorfällen. Studien haben belegt, dass dabei die Produktionsausfallkosten jährlich bei 35 Milliarden Euro im Baugewerbe und im produzierenden Gewerbe liegen.

Zentrale Verwaltung der Arbeitsschutz-Dokumentation spart Zeit und Geld

Zur Effizienzsteigerung setzt daher das ConTech-Startup EASI Control auf einfache, digitale und automatisierte Prozesse. In einer einzigen Software findet der Nutzer alles über Teams, Tools, Termine und To Dos. Eine Verwaltung des Arbeitsschutzes kann somit rechtskonform erfolgen. Gleichzeitig können mit EASI Control bei der Arbeit die Gefahren minimiert und Unfälle vermieden werden. Dabei wird auch das Bewusstsein bei den Mitarbeitern geschärft. Geräte, Standorte, Mitarbeiter und Nachunternehmer können mit diesem System gemanagt werden. Unterweisungen für die Beschäftigten können direkt durch das Smartphone durchgeführt werden. Die Dokumentation der Maßnahmen erfolgt automatisch. Durch den digitalen Arbeitsschutz wird viel Zeit und Geld eingespart. „Jetzt durch EASI Control kriegen wir die Arbeitsschutz-Themen direkt zu den Mitarbeitern. Die Bauleiter müssen dann nur noch im Auge behalten, wer die Unterweisung noch nicht gemacht hat, um die Leute gezielt anzusprechen, damit sie es nachholen”, freut sich Matthias Haas, Arbeitssicherheitsfachkraft bei SWR Südwestdeutsche Rohrleitungsbau. “Das ist eine große Erleichterung und spart eine Menge Zeit. Die Digitalisierung brachte uns hier einen enormen Vorteil und spart uns für die Zukunft echtes Geld.“

Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Minimierung der Arbeitsunfälle

EASI Control wurde im Juni 2020 von Monja Meier, Dennis Berkemeier und Lena Benecken in Hamm gegründet und beschäftigt sich mit dem Thema Arbeitsschutz. Da es auf den Baustellen viel zu häufig zu tödlichen Unfällen kommt, möchte das Startup durch die Einbindung einer App den Arbeitsschutz digital in das System einbinden. Das Ziel besteht darin, die Arbeitsbedingungen hinsichtlich des Arbeitsschutzes zu verbessern und Arbeitsunfälle nachhaltig zu minimieren. Im Wesentlich geschieht dies durch die digitale Verwaltung des Arbeitsschutzes. Denn das Problem liegt oft in den ständig wechselnden Bedingungen auf Baustellen und bei den dezentralen Arbeitsstätten. Das erschwert eine zentrale Verwaltung und führt zu vielen Insellösungen, die oftmals nur Teilbereiche abdecken. EASI Control hat genau diesen Aspekt aufgegriffen und eine Software entworfen, die das Problem löst. Durch eine zentrale PC-Anwendung und einer mobilen App haben die Nutzer die Möglichkeit, den kompletten betrieblichen Arbeitsschutz in nur einem System abzubilden. Alle Maßnahmen können sofort in der App durchgeführt werden und sind über jedes Smartphone verfügbar.

EASI Control hat noch große Pläne

Aktuell gibt es kein Startup, das den kompletten betrieblichen Arbeitsschutz absichert. Es gibt lediglich solche, die sich auf Teilbereiche spezialisiert haben. EASI Control wird zurzeit bei 30 Kunden getestet, die die Software kostenlos im Einsatz haben. Das Startup will in Zukunft auch Kontakte ins Ausland knüpfen und innerhalb der EU der erste Ansprechpartner sein.

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